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| 22.11.2004 |
"Wahrscheinlich schönste
Schule Sachsens" |
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| Beim Tag der offenen Tür zeigt sich
Mittweidaer Fichteschule
in neuem Glanz - Für 2005 Turnhallenumbau geplant |
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Mittweida. Beim Tag der offenen Tür an
der Mittweidaer Fichteschule
haben sich am Samstag laut Schulleiter Matthias Möbius mehr als 500
Interessierte das frisch sanierte Gebäude angeschaut. Nach der
Renovierung, die im Mai 2003 begann, sind Schüler und Lehrer nun stolz
auf "die wahrscheinlich modernste Schule
Sachsens in der wahrscheinlich schönsten historischen Hülle",
schwärmte Möbius.
Im Zuge der Veränderungen der städtischen Schulkonzeption hatte die
Stadt Mittweida 2002 beschlossen, in der bestandsgeschützten Fichteschule
eine Vollsanierung durchzuführen. Der bauliche Zustand galt damals als
sehr schlecht, obgleich seit der Wende schon verschiedene
Teilsanierungen an Dach, Fassade, Toilettenanlagen und Fachkabinetten
stattgefunden hatten. 2003 fanden dann zunächst Arbeiten an den
Heizungen, an den Fenstern und am Dach, sowie Maurer- und
Fassadenarbeiten statt. Mitte April 2004 zog rund die Hälfte der Schüler
in die Schmidtschule um, die übrigen Klassen folgten im Juni, um Platz
zu machen für Arbeiten an Rohbau, elektrischen Einrichtungen, und die
Ausbaugewerke wie Trockenbau, Metallbau, Parkett, Sonnenschutz, Maler
und Fliesenleger. Insgesamt waren 22 Firmen an den Sanierungsarbeiten
beteiligt, bis zu zwölf von ihnen arbeiteten gleichzeitig im Gebäude.
Die Finanzierung dieser Arbeiten stellte für die Stadt Mittweida ein
großes finanzielles Risiko dar, da ursprünglich von einer
75-prozentigen Förderung ausgegangen wurde. Ohne Genehmigung des Förderantrags
begann man mit den Arbeiten, nachdem der förderungsunschädliche
vorzeitige Baubeginn - ein Ausdruck, für den sich Bürgermeister
Matthias Damm (CDU) beim Festakt am Freitagabend entschuldigte- vom
Regierungspräsidium Chemnitz gestattet worden war. Bei Gesprächen im
Kultusministerium im September 2003 wurde jedoch klar, dass nur mit
einer 50-prozentigen Förderung seitens des Freistaates zu rechnen war.
Zusätzlich konnte das Geld weder 2003 noch 2004 bereitgestellt werden:
Die Stadt Mittweida hat also bisher den gesamten Bau vorfinanziert und
erhält die Mittel aus der Landeskasse erst im kommenden Jahr
ausgezahlt.
Noch ist nicht die gesamte Summe von 2,38 Millionen Euro, davon 1,19
Millionen Euro Fördermittel, ausgegeben: Der Ausbau der Turnhalle zur
Mehrzweckhalle soll im kommenden Jahr erfolgen. Im Moment dient sie als
Lager für noch nicht ausgepackte Umzugskisten; die Schüler absolvieren
ihren Sportunterricht in der Dreifelderhalle am
Schwan
enteich.
Dass sich die Mühen und auch die Rückstellung verschiedener anderer
Projekte der Stadt (Feuerwehrgerätehaus, Straßenausbauarbeiten)
gelohnt haben, davon waren Schulleiter und Bürgermeister angesichts
zufriedener Schüler, Eltern und vieler staunender ehemaliger Schüler
einig. (va)

Blick ins Treppenhaus der Fichteschule
- Modernität in einzigartig schöner historischer Hülle. Falk
Bernhardt |
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| 19.11.2004 |
Tag der
offenen Bautür an der Fichteschule |
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Mittweida.
Die Johann-Gottlieb- Fichte- Schule
in Mittweida präsentiert sich am Samstag, zwischen 9 und 12 Uhr beim
"Tag der offenen Bautür" von ihrer schönsten Seite.
Nach mehr als einem Jahr Bauzeit zogen nach den Herbstferien 2004 rund
560 Schüler in die frisch sanierten Unterrichtsräume der Mittelschule
ein. Selbst körperbehinderte Menschen wurden bedacht. Ein Fahrstuhl ermöglicht
ihnen nun problemlosen Zugang zu allen Etagen des Gebäudes.
Am Samstag können sich auch Eltern und Verwandte ein Bild vom neuen
Schmuckstück der Stadt machen. Schuldirektor Matthias Möbius steht
zusammen mit dem Lehrerkollegium der Schule
für Fragen bereit und legt dar, was alles seit Baubeginn in dem mehr
als 100-jährigem Gebäude erreicht wurde und welche Vorhaben als Nächstes
anstehen. Und da Besichtigen bekanntlich hungrig macht, gibt es außerdem
Kaffee und Kuchen. (gj) |
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| 23.10.2004 |
Sonntags wird an der Torfgrube gefrühstückt
(Auszug) |
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| Plätze zum Wohlfühlen:
Johannes Schubert verbringt seine Freizeit im Sommer gern zwischen
Altmittweida und Frankenau mit Freunden |
| Von Andrea Voigt |
...
Seit 1980 ist Johannes Schubert als Lehrer tätig: "Ursprünglich
habe ich eine Lehre zum Elektroniker gemacht. Aber meine Lehrerin dort
meinte, ich würde nie ein guter Elektroniker werden; Musik wäre doch
viel mehr meine Sache." Jahrelang war er damals schon Schlagzeuger
einer Band und entschied sich dann eben, Musik und Deutsch auf Lehramt
zu studieren. Nach seinem Studium in Halle verschlug es ihn nach
Mittweida an die Fichteschule.
"Ich hielt Thüringen immer für das schönste Land, Sachsen habe
ich am Anfang nicht geliebt", gibt er zu. Inzwischen mag er Sachsen
richtig gern, auch das Erzgebirge sei ihm ans Herz gewachsen.
Zur Wende wurde er dann Schulleiter der Fichteschule
- und spätestens von diesem Zeitpunkt an war es ein Beruf, der ihn
vollkommen ausfüllte: "Dadurch, dass ich auch gleich gegenüber
der Schule
wohnte, war ich eben an den Wochenenden auch gleich noch
Hausmeister." Den Schulalltag zu organisieren, den Unterricht
weiterzuentwickeln und die Kompensation der Ausfallstunden gehörten in
dieser Zeit zu seinen Hauptaufgaben. Seit 2001 überlässt er die
direkte Arbeit mit den Schülern jüngeren Kollegen. Er arbeitet jetzt
an der Akademie für Lehrerfortbildung. "Vormittags bin ich
vorwiegend mit Schriftverkehr beschäftigt, das kann ich zum Glück via
Internet alles von zu Hause aus klären. Und am Nachmittag fahre ich
dann in die Schulen
und unterstütze sie beim Entwicklungsprozess", berichtet er. 16 Schulen
betreut er im Moment - da bleibt eher wenig Zeit für gelegentliche
Ausflüge an die Torfgrube.
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| 15.10.2004 |
Lehrer packen beim Umzug kräftig mit an |
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| Gebäude der
ehemaligen Schmidtschule endgültig leer geräumt - In der Fichteschule
läuft der Countdown für Schulstart nach den Herbstferien |
| Von Reinhard
Oldeweme |
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Mittweida. Der
Stapel aus Bananenkisten - auch Pappbehälter für Weintrauben und
Apfelsinen haben sich dazwischen geschlichen - ist mehr als einen Meter
hoch. Wenige Meter nach dem Eingang der Fichteschule
in Mittweida ist klar, einfach nicht mehr zu übersehen: Hier zieht
jemand ein. Dass überall noch Dreck rumliegt, an mehreren Stellen noch
Kabel aus der Decke hängen, immer wieder die Kreissäge eines
Handwerkers ein Gespräch auf dem Flur unmöglich macht und draußen vor
dem Gebäude noch ein tiefer
Grab
en am Haus entlang führt, sorgt bei
Schulleiter Matthias Möbius für eine Sorgenfalte auf der Stirn. Doch
dann lächelt er und sagt: "Am 25. Oktober kommen 560 Schüler und
erhalten hier Unterricht. Das wissen alle, auch die beauftragten
Handwerksfirmen." Während er darüber informiert, hebt ein Bagger
ein großes Bauteil für den Eingangsbereich zum neuen Fahrstuhl an und
bringt es in Position. Auch hier soll vor allem behinderten Schülern
bereits in zehn Tagen der Zugang zum Schulgebäude erleichtert werden.
Zwei Wochen lang während der Herbstferien sind die rund 50 Lehrer der Schule
damit beschäftigt, vor allem Unterrichtsmaterial und technisches Gerät,
das von der mittlerweile fast völlig leer geräumten Bernhard-Schmidt- Schule
rüber transportiert worden ist, wieder einzuräumen und die
Klassenzimmer für den Unterricht vorzubereiten. "Die eine Hälfte
des Kollegiums arbeitet in der ersten Wochen und hat dann frei, während
die anderen Kollegen zuerst Urlaub machen können und beim Umzug
helfen", ist von Matthias Möbius weiter zu erfahren.
Wenn alles vorbei ist - der Schulleiter schaut sehnsuchtsvoll aus dem
Fenster - gibt es am 19. November eine kleine Feierstunde, während sich
die Mittweidaer einen Tag später beim einem "Tag der offenen Bautür"
ein Bild von dem neuen Schmuckstück in ihrer Stadt machen können. Ganz
groß gefeiert werden soll das Ende der zweijährigen Bauarbeiten in der
Fichteschule
im nächsten Frühjahr, wenn auch die alte Turnhalle saniert ist und als
künftige Mehrzweckhalle für den großen Tag zur Verfügung steht.
Insgesamt sind dann rund 2,5 Millionen Euro verbaut worden, die Hälfte
davon hat die Stadt Mittweida aus der eigenen Kasse bezahlen müssen.
Umso mehr freute sich der Beigeordnete Ralf Schreiber über diese
Neuigkeit: "Wir haben aus dem Förderprogramm für
Ganztagesangebote an Schulen
rund 56.000 Euro erhalten", sagt er und muss nicht weiter gefragt
werden, um zu informieren, wofür das Geld ausgegeben werden soll:
Spiel- und Freizeitgeräte für die Kinder und Jugendlichen sowie unter
anderem auch Möbel für die Aufenthaltsräume.
Die Turnhalle an der Schmidtschule steht weiterhin für den Sport zur
Verfügung, während die Zukunft des Schulgebäudes selbst weiter in den
Sternen steht. Zunächst soll das Haus gesichert werden. "Die Überlegungen
für eine Nachnutzung sind noch nicht abgeschlossen", kommentiert
Schreiber diese Feststellung und fügt hinzu: "Das Interesse der
Hochschule, die während der Umbauarbeiten ihres Hauptgebäudes die
Schmidtschule nutzen möchte, ist weiterhin vorhanden." Und das
Lehrschwimmbecken? "Noch nicht endgültig geklärt."

Karolin
Fuchs
(links) und Anke
Krasselt
(Lehrerinnen für Geschichte und Deutsch) räumen die Bücher im
Lernmittelraum ein. Klaus Ebert |
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| 14.10.2004 |
Schuljugendarbeit künftig in Teilzeit |
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| Stadt erhält vom
Kreis für Stelle in der Fichteschule
keine Fördermittel - Chancen für Streetworker jetzt gestiegen |
| Von Reinhard
Oldeweme |
Mittweida.
Bei der Frage nach dem Erhalt der Schuljugendarbeit an der Fichteschule
und der Schaffung der Stelle eines Streetworkers innerhalb der offenen
Jugendarbeit in Mittweida sind bei der Sitzung des zuständigen
Sozialausschusses des Stadtrates am Dienstagabend die Karten neu
gemischt worden. Denn eine Information aus dem Mittweidaer Landratsamt
hat alles verändert. Die Stelle an der Bildungseinrichtung kann
innerhalb der so genannten Fachkraftförderung, bei der sich Stadt,
Kreisverwaltung und Freistaat die Finanzierung teilen, nicht gefördert
werden. Mit diesem Problem bei der Finanzierung der Schuljugendarbeit müssen
sich jetzt auch Hainichen und Frankenberg beschäftigen.
Drei Gründe habe man ihm für den Wegfall der Jugendpauschale aus dem
Kreishaushalt genannt, informierte Ralf Schreiber, Beigeordneter im
Rathaus, die Stadträte. Die Fichteschule
sei keine offene Einrichtung, und das Projekt habe bereits begonnen.
"Entscheidend aber ist, dass es sich bei dem Geld von der Deutschen
Stiftung Kinder- und Jugendarbeit auch um öffentliche Mittel handelt
und es sich deshalb um eine Doppelförderung handelt, die nicht erlaubt
ist", fügte Schreiber hinzu. Weitere Informationen aus dem
Landratsamt stünden noch aus. Wenn es dabei bleibt, will Mittweida
folgenden Weg gehen: Die rund 8000 Euro aus dem eigenen Etat und die
beantragten fast 18.000 Euro von der Stiftung müssen zusammen
ausreichen, um an der Mittweidaer Mittelschule zumindest eine
Teilzeitstelle zu retten. Eine gemeinsame ganze Stelle zusammen mit
Hainichen sei als wenig sinnvoll verworfen worden, sagte der
Beigeordnete.
Für den seit zwei Jahren hart umkämpften Streetworker in Mittweida hat
die neue Lage dagegen etwas Gutes. Weil sich die Kreisstadt jetzt nur
noch um einen neuen Zuschuss bei der Fachkraftförderung bewirbt,
steigen die Chancen, dass man im Jugendhilfeausschuss des Kreistages
dann auch berücksichtigt wird. Diese Entscheidung wird frühestens Ende
des Jahres erwartet. Mittweida hat jetzt die Voraussetzung dafür
geschaffen. Mit der Zustimmung des Ausschusses sollen die erforderlichen
6000 Euro als Eigenanteil in den Einzelposten der Schulen,
Kindereinrichtungen und Kultur zusammengekratzt werden.
Der von Paul-Helmut Dißmann (SPD) erneut gemachte Vorschlag, die 8000
Euro aus dem Gewinn des Landeswettbewerbs "Familienfreundliche
Gemeinde" dafür zu verwenden, stieß auf keine Zustimmung. Für
dieses Geld soll jetzt eine Spielburg für die Kindereinrichtung in der
Lutherstraße gekauft werden.
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| 02.10.2004 |
Demokratie von klein auf trainieren |
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Leiter
Mittweidaer Fichteschule:
Nur Auseinandersetzung mit Vergangenheit zu wenig
Von Andreas Luksch
Mittweida. Auch in der Fichteschule
in Mittweida ist der Erfolg der NPD bei den jüngsten Landtagswahlen in
Sachsen mit Bestürzung aufgenommen worden. "Es war immer noch die
Hoffnung, dass die Zustimmung nicht so hoch ausfällt", so
Schulleiter Matthias Möbius. Insbesondere dass so viele junge Leute für
die NPD gestimmt haben, mache sehr nachdenklich. Allerdings kann er
Schelte, die in diesem Zusammenhang die Schulen
trifft, nicht verstehen. "Die Schule
ist doch auch nur ein Abbild der Gesellschaft", sagt er. Wenn es im
Elternhaus Probleme gebe, wenn die Gesellschaft versage, könne die Schule
nicht alles gerade biegen.
Dabei werde bereits eine ganze Menge gemacht, um den jungen Leuten auch
historische Parallelen zur Nazizeit deutlich zu machen. "Dabei ergänzen
wir den Unterricht insbesondere durch emotionale Erfahrungen",
betont Möbius. Seit Jahren etwa fahren alle zehnten Klassen nach
Buchenwald. "Das bringt mehr als fünf Unterrichtsstunden",
weiß Möbius. In dieser Woche waren sämtliche 9. Klassen im
Hitler-Film "Der Untergang". Angeschoben worden sei bereits
ein Projekt, bei dem erforscht werden soll, ob die Fichteschule
1945 als Unterbringungsort für Zwangsarbeiter diente. "So was
zeigt dann deutlich, dass sich die Nazizeit nicht nur weit weg, sondern
auch vor Ort abspielte", erhofft Möbius Nachdenklichkeit bei den
Schülern.
Er ist zugleich überzeugt, dass die Beschäftigung mit der Geschichte
nur ein Teil der Arbeit sein kann, um die braune Gefahr zu bannen.
Ebenso wichtig sei es, Demokratie schon in der Schule
zu trainieren. Bei einem nächste Woche anstehenden Beschluss der
Schulkonferenz etwa sollen Schüler spüren, dass ihre Meinung ernst
genommen wird. So werden künftig bei Hofpausen die Schüler nicht mehr
unbedingt das Gebäude verlassen müssen. Zurzeit bildet zudem ein
speziell ausgebildeter Pädagoge neue Schüler zu Streitschlichtern aus.
"Sie sollen dann zeigen, dass es auch ohne Gewalt geht", so Möbius.
Dennoch könnte er sich mehr gesellschaftliche Unterstützung
vorstellen. Oftmals mache jeder nur sein Ding. Ob Behörden, Vereine,
Eltern oder Schule
- da müsste mehr Hand in Hand gehen. Geradezu kontraproduktiv wäre es
gewesen, wenn der Mittweidaer Stadtrat gestern Abend beschlossen hätte,
der Schule
den Sozialpädagogen zugunsten eines Streetworkers zu streichen, ist Möbius
nun erleichtert. Sonst wäre nicht nur eine gut laufende Arbeit
abgebrochen, sondern auch der Verschwendung Vorschub geleistet worden.
In der Fichteschule
wurden im Keller gerade mit viel Geld neue Freizeitzimmer eingerichtet.
"Man kann doch nicht das eine Loch stopfen, indem man das andere
aufreißt", so Möbius. Das würden dann auch die jungen Leute
nicht verstehen. |
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| 08.10.2004 |
Hähnchenbrust und Sprossen im Duell |
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8. Erdgaspokal
der Schülerköche in Mittweida gestartet
Mittweida. An
die Töpfe, fertig - los, hieß es gestern im Hauswirtschaftskabinett
der Schmidtschule. Mit dem Kochduell zwischen der
Fichteschule
und der Mittelschule Milkau startete die achte Auflage des Erdgaspokals
der Schülerköche, der von 230 Teams in zehn Bundesländern ausgetragen
wird. Unter den wachsamen Augen von Mitropa-Koch Uwe Winkler vom Verein
der Zwickauer Köche bereiteten die beiden vierköpfigen Teams jeweils
ein Drei-Gänge-Menü für vier Personen zu. Nach gut zweieinhalb
Stunden stand fest: Die Milkauer hatten mit knackigem Salat, Hähnchenfilet
mit Käsefüllung und Apfelringen im Schlafrock die Nase vorn.
Uwe Winkler, der den Nachwuchsköchen schon beim Sprossen waschen, Salat
schneiden, Dressing anrühren oder Fleisch anbraten über die Schultern
geschaut hatte, konnte nach einer ausgiebigen Verkostung 101 Punkte an
die Sieger verteilen. Die Fichte-Schüler
holten mit Raffinierten Salatröllchen, Hähnchenbrust an Mangoparadies
und einem "Traum" aus geriebenen Äpfeln und Schlagsahne 97 Zähler.
Für die "Haute Cuisine" kann die Jury maximal 120 Punkte
vergeben, doch die wurden bisher noch nie erreicht. "Das wären
dann auch absolute Spitzenköche", meinte der Juror.
In der Schmidtschule waren gestern dennoch beide Teams zufrieden.
"Diesmal lief es besser als beim letzten Mal", meinte Anke
Eulitz aus der Milkauer Klasse 10 b, die schon zum dritten Mal beim
Erdgaspokal mitmischte. Doreen
Lehmann
und ihre Mitstreiterinnen aus der 9d der Fichteschule
hatten schon während des Kochduells gemerkt: "Die Milkauer sind
eine starke Konkurrenz." Trotzdem zogen sie ihr Programm routiniert
durch. Einziges Problem: Weil die Hauswirtschaftler schon heute in die
sanierte Fichteschule
zurückziehen und ein Großteil des Inventars bereits verpackt war,
mangelte es an Essbesteck und Kochlöffeln.
Während das Milkauer Team, in dem immerhin drei von vier Schülern Koch
werden wollen, nun im Erdgaspokal eine Runde weiter ist, waren die Mühen
auch für die Mittweidaer nicht umsonst. "Ich will mal
Hotelfachfrau werden", verriet Doreen
Lehmann
. Für ihr Praktikum in einem griechischen
Restaurant kann sie die Erfahrungen gut gebrauchen. (oha)
www.erdgaspokal.de
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Doreen
Lehmann
,
Claudia Pönisch, Anna Schmidt und Sandra Spiller (v. l.) standen
gestern bei den Schülerkochmeisterschaften um den Erdgaspokal für die
Fichte-Mittelschule Mittweida am Herd. Falk Bernhardt |
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| 25.09.04 |
Schuljugend oder
Streetworker |
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Mittweida.
Will man die Stelle der Schuljugendarbeit an der
Fichteschule,
die wegen des Wegfalls der Förderung über die Agentur für Arbeit zur
Disposition steht, doch retten, geht dies nur über die Fachkraftförderung.
Den dafür notwendigen Eigenanteil von 6000 Euro könnte die Stadt nur
aufbringen, wenn diese bislang für den Streetworker im Haushalt
vorgesehen Summe gestrichen wird. Keine leichte Entscheidung, vor der
die Mittweidaer Stadträte auf ihrer Tagung am Donnerstag, 30. September
(ab 18.30 Uhr im Rathaus) stehen werden. Beraten wird ebenso über das
Konzept zur Verbesserung der kommunalen Wirtschaftsförderung. Zu Beginn
findet eine Einwohnerfragestunde statt. (ps) |
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| 24.09.04 |
Tag der offenen Tür
im Landratsamt |
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| Tag der offenen Tür
im Landratsamt - Umweltamt, Gesundheitsamt und Denkmalschutz stellen
sich vor |
| Von Andrea Voigt |
Mittweida.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Landkreises
lud gestern das Landratsamt zu einem "Tag der offenen Tür"
ein. Die Ämter gestalteten verschiedene Aktionen um den interessierten
Bürgern ihre Arbeit nahe zu bringen. ...
... Auch zum Thema Bafög konnte man sich informieren. Das Jugendamt bot
mit dem Verein Oase Informationen zur Jugendgerichtshilfe und gestaltete
eine Diskussionsrunde mit Schülern der neunten Klassen der Fichteschule.
Da sich in diesem Jahr deutlich mehr Vereine und Einrichtungen zum Tag
der offenen Tür im Landratsamt präsentieren wollten, entschied sich
die Kreisverwaltung dafür, vor dem Hauptgebäude ein Festzelt
aufzubauen... |
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| 16.09.2004 |
Streetworker wieder auf der Kippe (Auszug) |
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| Stadt will 6000
Euro für Rettung der Schuljugendarbeit nutzen - PDS und SPD fordern
Antrag auf zwei Stellen |
| Von Reinhard
Oldeweme |
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Mittweida. In
der mittlerweile unendlichen Geschichte um die Schaffung der Stelle
eines Streetworkers innerhalb der mobilen Jugendarbeit in Mittweida ist
ein weiteres Kapitel aufgeschlagen worden. Und zwar kein gutes: Die vor
Jahren von der PDS-Fraktion im Stadtrat gestartete Initiative steht mal
wieder vor dem Aus, obwohl die Stadtverwaltung gerade erst jetzt einen
Antrag dafür über die so genannte Fachkraftförderung - Land, Kreis
und Kommune teilen sich die Kosten - gestellt hat.
Das Problem ist, wie bei einer Sitzung des für soziale Angelegenheiten
zuständigen Ausschusses des Stadtrates am Dienstagabend deutlich wurde,
für die Verantwortlichen ebenso wie den politischen Entscheidungsträgern
diese Zwickmühle: Will man die Stelle der Schuljugendarbeit an der
Fichteschule,
die wegen des Wegfalls der Förderung über die Agentur für Arbeit zur
Disposition steht, doch noch retten, geht dies ebenfalls nur über die
Fachkraftförderung. Als Eigenanteil will die Stadt die 6000 Euro
nutzen, die bislang für den Streetworker im Haushalt vorgesehen waren.
Mit den Stimmen der CDU hat der Ausschuss dem bereits zugestimmt, während
dies bei der SPD und PDS auf heftigen Widerstand gestoßen ist. Nur in
einem Punkt ist man sich uneingeschränkt einig: Die Schuljugendarbeit
soll auf jeden Fall gerettet werden. ...
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| 13.09.2004 |
Schuljugendarbeit steht
vor dem Aus (Auszug) |
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Mittweida.
Die Stelle des Schuljugendarbeiters in der
Fichteschule
steht vor dem Aus, weil die SAM-Förderung durch die Agentur für Arbeit
weggefallen ist und die Unterstützung allein durch das Christliche
Jugenddorfwerk Chemnitz nicht ausreicht. Die Stadt Mittweida müsste
dann fast 10.000 Euro zuschießen. Jetzt will die Verwaltungsspitze im
Rathaus einen finanziellen, politisch vermutlich umstrittenen Balanceakt
wagen und entgegen früheren Beschlüssen die 6000 Euro für den seit
Jahren diskutierten Streetworker dazu nutzen und als Anteil in die
Kofinanzierung für die so genannte "Fachkraftförderung"
einbringen. Damit steht fest: Wenn das Thema bei der Sitzung des zuständigen
Sozialausschusses des Stadtrates morgen, 18 Uhr in der
AWO-Kindereinrichtung (Johann-Sebastian-Bach-Straße 10) erstmals auf
der Tagesordnung steht, dürfte heftig diskutiert werden. (old) |
| 06.09.04 |
Mittweida als "familienfreundliche
Stadt" ausgezeichnet (Auszug) |
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| Kommune erhält
8000 Euro für gemeinnützigen Zweck - Ausschuss soll über Verwendung
entscheiden - Feierstunde zum Tag der Sachsen |
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Von Reinhard
Oldeweme
Mittweida/Striegistal. Bei dem landesweiten Wettbewerb um die
Auszeichnung als "Familienfreundliche Gemeinde in Sachsen" ist
die Stadt Mittweida in der Kategorie der Kommunen mit mehr als 10.000
Einwohnern auf dem zweiten Platz gelandet. Bei einer Feierstunde in Döbeln
innerhalb des Programms zum "Tag der Sachsen" hat die sächsische
Sozialministerin Helma Orosz (CDU) die Preise übergeben und die
Gewinner gewürdigt.
Mittweida erhält 8000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck. ...
... Mittweida
hat in seiner Bewerbung um die Auszeichnung neben den städtischen
Einrichtung und Initiativen vor allem auch freie Träger innerhalb der
Jugend- und Sozialarbeit und sich engagierende Gruppen aufgeführt. Dazu
zählen unter anderem der Verein "Oase" mit seinem
Jugendladen, der CVJM mit dem Jugendkeller "Crossroads", der
Verein "Müllerhof" mit seinen Freizeitangeboten für alle
Altersgruppen, der Förderverein "Erucula" mit seinem
rollenden Spiel- und Spaßmobil "Freizeit-
Franz
" sowie der Verein zur Wahrung der
Kinderinteressen und der Arbeitslosentreff. Dass das Städtische
Freizeitzentrum (SFZM) und die Stadtbibliothek ebenso wie das Freibad
und die Dreifeldsporthalle zu den erfolgreichen stadteigenen Trümpfen
gezählt haben dürften, überrascht wohl nicht wirklich. Weiterhin ins
Gewicht gefallen ist auch der " Fichte-Keller"
in der Mittelschule mit seinen Freizeitangeboten außerhalb des
Unterrichts. Auf die Auflistung aller Spielplätze in der Stadt hat man
bei der Bewerbung verzichtet.
Neben den Einrichtungen hat die Stadt auch mehrere Arbeitsplattformen zu
bieten. Dazu zählen neben dem Schul- und Sozialausschuss des Stadtrates
unter anderem der Jugendrat, in dem Schülersprecher und
Vertrauenslehrer vertreten sind, und der kriminalpräventive Rat, in dem
es schwerpunktmäßig auch um die vorbeugende Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen geht. ... |
| 24.08.2004 |
Im amerikanischen Schulbus zum
Unterricht (Auszug) |
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| ... In Mittweida hat man dieses Jahr
auf den Kauf von Schulbüchern ganz verzichtet, die Herausgabe der
neuen Exemplare soll abgewartet werden. "Das eingesparte Geld
haben wir für andere Dinge in den Schulen ausgegeben und
beispielsweise neue Möbel gekauft", war vom Beigeordneten Ralf
Schreiber zu erfahren. Nächstes Jahr müsse man dann entsprechend
mehr ausgeben. Der "Rückzug" von neun Klassen, die bislang
wegen der Bauarbeiten in der Schmidtschule waren, zurück in die Fichteschule
hat reibungslos funktioniert. "Keine Probleme", meldete
Schulleiter Matthias Möbius. Die restlichen zwölf Klassen sollen
nach den Herbstferien zurückkommen, wenn die komplette Sanierung des
Schulgebäudes abgeschlossen ist. (fa/ps/oha/old)
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