J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2004
 
Datum Quelle Schlagzeile
22.11.2004 Freie Presse "Wahrscheinlich schönste  Schule Sachsens"
19.11.2004 Freie Presse Tag der offenen Bautür an der  Fichteschule
23.10.2004 Freie Presse Sonntags wird an der Torfgrube gefrühstückt
15.10.2004 Freie Presse Lehrer packen beim Umzug kräftig mit an
14.10.2004 Freie Presse Schuljugendarbeit künftig in Teilzeit
08.10.2004 Freie Presse Hähnchenbrust und Sprossen im Duell
02.10.2004 Freie Presse Demokratie von klein auf trainieren
25.09.2004 Freie Presse Schuljugend oder Streetworker
24.09.2004 Freie Presse Tag der offenen Tür im Landratsamt
16.09.2004 Freie Presse Streetworker wieder auf der Kippe
13.09.2004 Freie Presse Schuljugendarbeit steht vor dem Aus
06.09.2004 Freie Presse Mittweida als "familienfreundliche Stadt" ausgezeichnet
24.08.2004 Freie Presse Im amerikanischen Schulbus zum Unterricht
 
22.11.2004 "Wahrscheinlich schönste  Schule Sachsens"
Beim Tag der offenen Tür zeigt sich Mittweidaer  Fichteschule in neuem Glanz - Für 2005 Turnhallenumbau geplant

Mittweida. Beim Tag der offenen Tür an der Mittweidaer  Fichteschule haben sich am Samstag laut Schulleiter Matthias Möbius mehr als 500 Interessierte das frisch sanierte Gebäude angeschaut. Nach der Renovierung, die im Mai 2003 begann, sind Schüler und Lehrer nun stolz auf "die wahrscheinlich modernste  Schule Sachsens in der wahrscheinlich schönsten historischen Hülle", schwärmte Möbius.
Im Zuge der Veränderungen der städtischen Schulkonzeption hatte die Stadt Mittweida 2002 beschlossen, in der bestandsgeschützten  Fichteschule eine Vollsanierung durchzuführen. Der bauliche Zustand galt damals als sehr schlecht, obgleich seit der Wende schon verschiedene Teilsanierungen an Dach, Fassade, Toilettenanlagen und Fachkabinetten stattgefunden hatten. 2003 fanden dann zunächst Arbeiten an den Heizungen, an den Fenstern und am Dach, sowie Maurer- und Fassadenarbeiten statt. Mitte April 2004 zog rund die Hälfte der Schüler in die Schmidtschule um, die übrigen Klassen folgten im Juni, um Platz zu machen für Arbeiten an Rohbau, elektrischen Einrichtungen, und die Ausbaugewerke wie Trockenbau, Metallbau, Parkett, Sonnenschutz, Maler und Fliesenleger. Insgesamt waren 22 Firmen an den Sanierungsarbeiten beteiligt, bis zu zwölf von ihnen arbeiteten gleichzeitig im Gebäude.
Die Finanzierung dieser Arbeiten stellte für die Stadt Mittweida ein großes finanzielles Risiko dar, da ursprünglich von einer 75-prozentigen Förderung ausgegangen wurde. Ohne Genehmigung des Förderantrags begann man mit den Arbeiten, nachdem der förderungsunschädliche vorzeitige Baubeginn - ein Ausdruck, für den sich Bürgermeister Matthias Damm (CDU) beim Festakt am Freitagabend entschuldigte- vom Regierungspräsidium Chemnitz gestattet worden war. Bei Gesprächen im Kultusministerium im September 2003 wurde jedoch klar, dass nur mit einer 50-prozentigen Förderung seitens des Freistaates zu rechnen war. Zusätzlich konnte das Geld weder 2003 noch 2004 bereitgestellt werden: Die Stadt Mittweida hat also bisher den gesamten Bau vorfinanziert und erhält die Mittel aus der Landeskasse erst im kommenden Jahr ausgezahlt.
Noch ist nicht die gesamte Summe von 2,38 Millionen Euro, davon 1,19 Millionen Euro Fördermittel, ausgegeben: Der Ausbau der Turnhalle zur Mehrzweckhalle soll im kommenden Jahr erfolgen. Im Moment dient sie als Lager für noch nicht ausgepackte Umzugskisten; die Schüler absolvieren ihren Sportunterricht in der Dreifelderhalle am Schwan enteich.
Dass sich die Mühen und auch die Rückstellung verschiedener anderer Projekte der Stadt (Feuerwehrgerätehaus, Straßenausbauarbeiten) gelohnt haben, davon waren Schulleiter und Bürgermeister angesichts zufriedener Schüler, Eltern und vieler staunender ehemaliger Schüler einig. (va)


Blick ins Treppenhaus der  Fichteschule - Modernität in einzigartig schöner historischer Hülle. Falk Bernhardt

 
19.11.2004 Tag der offenen Bautür an der  Fichteschule

Mittweida. Die Johann-Gottlieb- Fichte- Schule in Mittweida präsentiert sich am Samstag, zwischen 9 und 12 Uhr beim "Tag der offenen Bautür" von ihrer schönsten Seite.
Nach mehr als einem Jahr Bauzeit zogen nach den Herbstferien 2004 rund 560 Schüler in die frisch sanierten Unterrichtsräume der Mittelschule ein. Selbst körperbehinderte Menschen wurden bedacht. Ein Fahrstuhl ermöglicht ihnen nun problemlosen Zugang zu allen Etagen des Gebäudes.
Am Samstag können sich auch Eltern und Verwandte ein Bild vom neuen Schmuckstück der Stadt machen. Schuldirektor Matthias Möbius steht zusammen mit dem Lehrerkollegium der
 Schule für Fragen bereit und legt dar, was alles seit Baubeginn in dem mehr als 100-jährigem Gebäude erreicht wurde und welche Vorhaben als Nächstes anstehen. Und da Besichtigen bekanntlich hungrig macht, gibt es außerdem Kaffee und Kuchen. (gj)

 
23.10.2004 Sonntags wird an der Torfgrube gefrühstückt (Auszug)
Plätze zum Wohlfühlen: Johannes Schubert verbringt seine Freizeit im Sommer gern zwischen Altmittweida und Frankenau mit Freunden
Von Andrea Voigt
... Seit 1980 ist Johannes Schubert als Lehrer tätig: "Ursprünglich habe ich eine Lehre zum Elektroniker gemacht. Aber meine Lehrerin dort meinte, ich würde nie ein guter Elektroniker werden; Musik wäre doch viel mehr meine Sache." Jahrelang war er damals schon Schlagzeuger einer Band und entschied sich dann eben, Musik und Deutsch auf Lehramt zu studieren. Nach seinem Studium in Halle verschlug es ihn nach Mittweida an die  Fichteschule. "Ich hielt Thüringen immer für das schönste Land, Sachsen habe ich am Anfang nicht geliebt", gibt er zu. Inzwischen mag er Sachsen richtig gern, auch das Erzgebirge sei ihm ans Herz gewachsen.
Zur Wende wurde er dann Schulleiter der
 Fichteschule - und spätestens von diesem Zeitpunkt an war es ein Beruf, der ihn vollkommen ausfüllte: "Dadurch, dass ich auch gleich gegenüber der  Schule wohnte, war ich eben an den Wochenenden auch gleich noch Hausmeister." Den Schulalltag zu organisieren, den Unterricht weiterzuentwickeln und die Kompensation der Ausfallstunden gehörten in dieser Zeit zu seinen Hauptaufgaben. Seit 2001 überlässt er die direkte Arbeit mit den Schülern jüngeren Kollegen. Er arbeitet jetzt an der Akademie für Lehrerfortbildung. "Vormittags bin ich vorwiegend mit Schriftverkehr beschäftigt, das kann ich zum Glück via Internet alles von zu Hause aus klären. Und am Nachmittag fahre ich dann in die  Schulen und unterstütze sie beim Entwicklungsprozess", berichtet er. 16  Schulen betreut er im Moment - da bleibt eher wenig Zeit für gelegentliche Ausflüge an die Torfgrube.

15.10.2004 Lehrer packen beim Umzug kräftig mit an
Gebäude der ehemaligen Schmidtschule endgültig leer geräumt - In der  Fichteschule läuft der Countdown für Schulstart nach den Herbstferien
Von Reinhard Oldeweme

Mittweida. Der Stapel aus Bananenkisten - auch Pappbehälter für Weintrauben und Apfelsinen haben sich dazwischen geschlichen - ist mehr als einen Meter hoch. Wenige Meter nach dem Eingang der  Fichteschule in Mittweida ist klar, einfach nicht mehr zu übersehen: Hier zieht jemand ein. Dass überall noch Dreck rumliegt, an mehreren Stellen noch Kabel aus der Decke hängen, immer wieder die Kreissäge eines Handwerkers ein Gespräch auf dem Flur unmöglich macht und draußen vor dem Gebäude noch ein tiefer Grab en am Haus entlang führt, sorgt bei Schulleiter Matthias Möbius für eine Sorgenfalte auf der Stirn. Doch dann lächelt er und sagt: "Am 25. Oktober kommen 560 Schüler und erhalten hier Unterricht. Das wissen alle, auch die beauftragten Handwerksfirmen." Während er darüber informiert, hebt ein Bagger ein großes Bauteil für den Eingangsbereich zum neuen Fahrstuhl an und bringt es in Position. Auch hier soll vor allem behinderten Schülern bereits in zehn Tagen der Zugang zum Schulgebäude erleichtert werden.
Zwei Wochen lang während der Herbstferien sind die rund 50 Lehrer der
 Schule damit beschäftigt, vor allem Unterrichtsmaterial und technisches Gerät, das von der mittlerweile fast völlig leer geräumten Bernhard-Schmidt- Schule rüber transportiert worden ist, wieder einzuräumen und die Klassenzimmer für den Unterricht vorzubereiten. "Die eine Hälfte des Kollegiums arbeitet in der ersten Wochen und hat dann frei, während die anderen Kollegen zuerst Urlaub machen können und beim Umzug helfen", ist von Matthias Möbius weiter zu erfahren.
Wenn alles vorbei ist - der Schulleiter schaut sehnsuchtsvoll aus dem Fenster - gibt es am 19. November eine kleine Feierstunde, während sich die Mittweidaer einen Tag später beim einem "Tag der offenen Bautür" ein Bild von dem neuen Schmuckstück in ihrer Stadt machen können. Ganz groß gefeiert werden soll das Ende der zweijährigen Bauarbeiten in der
 Fichteschule im nächsten Frühjahr, wenn auch die alte Turnhalle saniert ist und als künftige Mehrzweckhalle für den großen Tag zur Verfügung steht. Insgesamt sind dann rund 2,5 Millionen Euro verbaut worden, die Hälfte davon hat die Stadt Mittweida aus der eigenen Kasse bezahlen müssen. Umso mehr freute sich der Beigeordnete Ralf Schreiber über diese Neuigkeit: "Wir haben aus dem Förderprogramm für Ganztagesangebote an  Schulen rund 56.000 Euro erhalten", sagt er und muss nicht weiter gefragt werden, um zu informieren, wofür das Geld ausgegeben werden soll: Spiel- und Freizeitgeräte für die Kinder und Jugendlichen sowie unter anderem auch Möbel für die Aufenthaltsräume.
Die Turnhalle an der Schmidtschule steht weiterhin für den Sport zur Verfügung, während die Zukunft des Schulgebäudes selbst weiter in den Sternen steht. Zunächst soll das Haus gesichert werden. "Die Überlegungen für eine Nachnutzung sind noch nicht abgeschlossen", kommentiert Schreiber diese Feststellung und fügt hinzu: "Das Interesse der Hochschule, die während der Umbauarbeiten ihres Hauptgebäudes die Schmidtschule nutzen möchte, ist weiterhin vorhanden." Und das Lehrschwimmbecken? "Noch nicht endgültig geklärt."


Karolin Fuchs (links) und Anke Krasselt (Lehrerinnen für Geschichte und Deutsch) räumen die Bücher im Lernmittelraum ein. Klaus Ebert

14.10.2004 Schuljugendarbeit künftig in Teilzeit
Stadt erhält vom Kreis für Stelle in der  Fichteschule keine Fördermittel - Chancen für Streetworker jetzt gestiegen
Von Reinhard Oldeweme
Mittweida. Bei der Frage nach dem Erhalt der Schuljugendarbeit an der  Fichteschule und der Schaffung der Stelle eines Streetworkers innerhalb der offenen Jugendarbeit in Mittweida sind bei der Sitzung des zuständigen Sozialausschusses des Stadtrates am Dienstagabend die Karten neu gemischt worden. Denn eine Information aus dem Mittweidaer Landratsamt hat alles verändert. Die Stelle an der Bildungseinrichtung kann innerhalb der so genannten Fachkraftförderung, bei der sich Stadt, Kreisverwaltung und Freistaat die Finanzierung teilen, nicht gefördert werden. Mit diesem Problem bei der Finanzierung der Schuljugendarbeit müssen sich jetzt auch Hainichen und Frankenberg beschäftigen.
Drei Gründe habe man ihm für den Wegfall der Jugendpauschale aus dem Kreishaushalt genannt, informierte Ralf Schreiber, Beigeordneter im Rathaus, die Stadträte. Die
 Fichteschule sei keine offene Einrichtung, und das Projekt habe bereits begonnen. "Entscheidend aber ist, dass es sich bei dem Geld von der Deutschen Stiftung Kinder- und Jugendarbeit auch um öffentliche Mittel handelt und es sich deshalb um eine Doppelförderung handelt, die nicht erlaubt ist", fügte Schreiber hinzu. Weitere Informationen aus dem Landratsamt stünden noch aus. Wenn es dabei bleibt, will Mittweida folgenden Weg gehen: Die rund 8000 Euro aus dem eigenen Etat und die beantragten fast 18.000 Euro von der Stiftung müssen zusammen ausreichen, um an der Mittweidaer Mittelschule zumindest eine Teilzeitstelle zu retten. Eine gemeinsame ganze Stelle zusammen mit Hainichen sei als wenig sinnvoll verworfen worden, sagte der Beigeordnete.
Für den seit zwei Jahren hart umkämpften Streetworker in Mittweida hat die neue Lage dagegen etwas Gutes. Weil sich die Kreisstadt jetzt nur noch um einen neuen Zuschuss bei der Fachkraftförderung bewirbt, steigen die Chancen, dass man im Jugendhilfeausschuss des Kreistages dann auch berücksichtigt wird. Diese Entscheidung wird frühestens Ende des Jahres erwartet. Mittweida hat jetzt die Voraussetzung dafür geschaffen. Mit der Zustimmung des Ausschusses sollen die erforderlichen 6000 Euro als Eigenanteil in den Einzelposten der
 Schulen, Kindereinrichtungen und Kultur zusammengekratzt werden.
Der von Paul-Helmut Dißmann (SPD) erneut gemachte Vorschlag, die 8000 Euro aus dem Gewinn des Landeswettbewerbs "Familienfreundliche Gemeinde" dafür zu verwenden, stieß auf keine Zustimmung. Für dieses Geld soll jetzt eine Spielburg für die Kindereinrichtung in der Lutherstraße gekauft werden.

 

 
02.10.2004 Demokratie von klein auf trainieren

Leiter Mittweidaer  Fichteschule: Nur Auseinandersetzung mit Vergangenheit zu wenig
Von Andreas Luksch

Mittweida. Auch in der
 Fichteschule in Mittweida ist der Erfolg der NPD bei den jüngsten Landtagswahlen in Sachsen mit Bestürzung aufgenommen worden. "Es war immer noch die Hoffnung, dass die Zustimmung nicht so hoch ausfällt", so Schulleiter Matthias Möbius. Insbesondere dass so viele junge Leute für die NPD gestimmt haben, mache sehr nachdenklich. Allerdings kann er Schelte, die in diesem Zusammenhang die  Schulen trifft, nicht verstehen. "Die  Schule ist doch auch nur ein Abbild der Gesellschaft", sagt er. Wenn es im Elternhaus Probleme gebe, wenn die Gesellschaft versage, könne die  Schule nicht alles gerade biegen.
Dabei werde bereits eine ganze Menge gemacht, um den jungen Leuten auch historische Parallelen zur Nazizeit deutlich zu machen. "Dabei ergänzen wir den Unterricht insbesondere durch emotionale Erfahrungen", betont Möbius. Seit Jahren etwa fahren alle zehnten Klassen nach Buchenwald. "Das bringt mehr als fünf Unterrichtsstunden", weiß Möbius. In dieser Woche waren sämtliche 9. Klassen im Hitler-Film "Der Untergang". Angeschoben worden sei bereits ein Projekt, bei dem erforscht werden soll, ob die
 Fichteschule 1945 als Unterbringungsort für Zwangsarbeiter diente. "So was zeigt dann deutlich, dass sich die Nazizeit nicht nur weit weg, sondern auch vor Ort abspielte", erhofft Möbius Nachdenklichkeit bei den Schülern.
Er ist zugleich überzeugt, dass die Beschäftigung mit der Geschichte nur ein Teil der Arbeit sein kann, um die braune Gefahr zu bannen. Ebenso wichtig sei es, Demokratie schon in der
 Schule zu trainieren. Bei einem nächste Woche anstehenden Beschluss der Schulkonferenz etwa sollen Schüler spüren, dass ihre Meinung ernst genommen wird. So werden künftig bei Hofpausen die Schüler nicht mehr unbedingt das Gebäude verlassen müssen. Zurzeit bildet zudem ein speziell ausgebildeter Pädagoge neue Schüler zu Streitschlichtern aus. "Sie sollen dann zeigen, dass es auch ohne Gewalt geht", so Möbius.
Dennoch könnte er sich mehr gesellschaftliche Unterstützung vorstellen. Oftmals mache jeder nur sein Ding. Ob Behörden, Vereine, Eltern oder
 Schule - da müsste mehr Hand in Hand gehen. Geradezu kontraproduktiv wäre es gewesen, wenn der Mittweidaer Stadtrat gestern Abend beschlossen hätte, der  Schule den Sozialpädagogen zugunsten eines Streetworkers zu streichen, ist Möbius nun erleichtert. Sonst wäre nicht nur eine gut laufende Arbeit abgebrochen, sondern auch der Verschwendung Vorschub geleistet worden. In der  Fichteschule wurden im Keller gerade mit viel Geld neue Freizeitzimmer eingerichtet. "Man kann doch nicht das eine Loch stopfen, indem man das andere aufreißt", so Möbius. Das würden dann auch die jungen Leute nicht verstehen.

 
08.10.2004 Hähnchenbrust und Sprossen im Duell

8. Erdgaspokal der Schülerköche in Mittweida gestartet

Mittweida. An die Töpfe, fertig - los, hieß es gestern im Hauswirtschaftskabinett der Schmidtschule. Mit dem Kochduell zwischen der  Fichteschule und der Mittelschule Milkau startete die achte Auflage des Erdgaspokals der Schülerköche, der von 230 Teams in zehn Bundesländern ausgetragen wird. Unter den wachsamen Augen von Mitropa-Koch Uwe Winkler vom Verein der Zwickauer Köche bereiteten die beiden vierköpfigen Teams jeweils ein Drei-Gänge-Menü für vier Personen zu. Nach gut zweieinhalb Stunden stand fest: Die Milkauer hatten mit knackigem Salat, Hähnchenfilet mit Käsefüllung und Apfelringen im Schlafrock die Nase vorn.
Uwe Winkler, der den Nachwuchsköchen schon beim Sprossen waschen, Salat schneiden, Dressing anrühren oder Fleisch anbraten über die Schultern geschaut hatte, konnte nach einer ausgiebigen Verkostung 101 Punkte an die Sieger verteilen. Die
 Fichte-Schüler holten mit Raffinierten Salatröllchen, Hähnchenbrust an Mangoparadies und einem "Traum" aus geriebenen Äpfeln und Schlagsahne 97 Zähler. Für die "Haute Cuisine" kann die Jury maximal 120 Punkte vergeben, doch die wurden bisher noch nie erreicht. "Das wären dann auch absolute Spitzenköche", meinte der Juror.
In der Schmidtschule waren gestern dennoch beide Teams zufrieden. "Diesmal lief es besser als beim letzten Mal", meinte Anke Eulitz aus der Milkauer Klasse 10 b, die schon zum dritten Mal beim Erdgaspokal mitmischte. Doreen
Lehmann und ihre Mitstreiterinnen aus der 9d der  Fichteschule hatten schon während des Kochduells gemerkt: "Die Milkauer sind eine starke Konkurrenz." Trotzdem zogen sie ihr Programm routiniert durch. Einziges Problem: Weil die Hauswirtschaftler schon heute in die sanierte  Fichteschule zurückziehen und ein Großteil des Inventars bereits verpackt war, mangelte es an Essbesteck und Kochlöffeln.
Während das Milkauer Team, in dem immerhin drei von vier Schülern Koch werden wollen, nun im Erdgaspokal eine Runde weiter ist, waren die Mühen auch für die Mittweidaer nicht umsonst. "Ich will mal Hotelfachfrau werden", verriet Doreen
Lehmann
. Für ihr Praktikum in einem griechischen Restaurant kann sie die Erfahrungen gut gebrauchen. (oha) www.erdgaspokal.de

Doreen Lehmann , Claudia Pönisch, Anna Schmidt und Sandra Spiller (v. l.) standen gestern bei den Schülerkochmeisterschaften um den Erdgaspokal für die Fichte-Mittelschule Mittweida am Herd. Falk Bernhardt
 
25.09.04 Schuljugend oder Streetworker

Mittweida. Will man die Stelle der Schuljugendarbeit an der  Fichteschule, die wegen des Wegfalls der Förderung über die Agentur für Arbeit zur Disposition steht, doch retten, geht dies nur über die Fachkraftförderung. Den dafür notwendigen Eigenanteil von 6000 Euro könnte die Stadt nur aufbringen, wenn diese bislang für den Streetworker im Haushalt vorgesehen Summe gestrichen wird. Keine leichte Entscheidung, vor der die Mittweidaer Stadträte auf ihrer Tagung am Donnerstag, 30. September (ab 18.30 Uhr im Rathaus) stehen werden. Beraten wird ebenso über das Konzept zur Verbesserung der kommunalen Wirtschaftsförderung. Zu Beginn findet eine Einwohnerfragestunde statt. (ps)

 
24.09.04 Tag der offenen Tür im Landratsamt
Tag der offenen Tür im Landratsamt - Umweltamt, Gesundheitsamt und Denkmalschutz stellen sich vor
Von Andrea Voigt
Mittweida. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Landkreises lud gestern das Landratsamt zu einem "Tag der offenen Tür" ein. Die Ämter gestalteten verschiedene Aktionen um den interessierten Bürgern ihre Arbeit nahe zu bringen. ...
... Auch zum Thema Bafög konnte man sich informieren. Das Jugendamt bot mit dem Verein Oase Informationen zur Jugendgerichtshilfe und gestaltete eine Diskussionsrunde mit Schülern der neunten Klassen der
 
Fichteschule. Da sich in diesem Jahr deutlich mehr Vereine und Einrichtungen zum Tag der offenen Tür im Landratsamt präsentieren wollten, entschied sich die Kreisverwaltung dafür, vor dem Hauptgebäude ein Festzelt aufzubauen...
 
16.09.2004 Streetworker wieder auf der Kippe (Auszug)
Stadt will 6000 Euro für Rettung der Schuljugendarbeit nutzen - PDS und SPD fordern Antrag auf zwei Stellen
Von Reinhard Oldeweme

Mittweida. In der mittlerweile unendlichen Geschichte um die Schaffung der Stelle eines Streetworkers innerhalb der mobilen Jugendarbeit in Mittweida ist ein weiteres Kapitel aufgeschlagen worden. Und zwar kein gutes: Die vor Jahren von der PDS-Fraktion im Stadtrat gestartete Initiative steht mal wieder vor dem Aus, obwohl die Stadtverwaltung gerade erst jetzt einen Antrag dafür über die so genannte Fachkraftförderung - Land, Kreis und Kommune teilen sich die Kosten - gestellt hat.
Das Problem ist, wie bei einer Sitzung des für soziale Angelegenheiten zuständigen Ausschusses des Stadtrates am Dienstagabend deutlich wurde, für die Verantwortlichen ebenso wie den politischen Entscheidungsträgern diese Zwickmühle: Will man die Stelle der Schuljugendarbeit an der
 Fichteschule, die wegen des Wegfalls der Förderung über die Agentur für Arbeit zur Disposition steht, doch noch retten, geht dies ebenfalls nur über die Fachkraftförderung. Als Eigenanteil will die Stadt die 6000 Euro nutzen, die bislang für den Streetworker im Haushalt vorgesehen waren. Mit den Stimmen der CDU hat der Ausschuss dem bereits zugestimmt, während dies bei der SPD und PDS auf heftigen Widerstand gestoßen ist. Nur in einem Punkt ist man sich uneingeschränkt einig: Die Schuljugendarbeit soll auf jeden Fall gerettet werden. ...

 
13.09.2004 Schuljugendarbeit steht vor dem Aus (Auszug)

Mittweida. Die Stelle des Schuljugendarbeiters in der  Fichteschule steht vor dem Aus, weil die SAM-Förderung durch die Agentur für Arbeit weggefallen ist und die Unterstützung allein durch das Christliche Jugenddorfwerk Chemnitz nicht ausreicht. Die Stadt Mittweida müsste dann fast 10.000 Euro zuschießen. Jetzt will die Verwaltungsspitze im Rathaus einen finanziellen, politisch vermutlich umstrittenen Balanceakt wagen und entgegen früheren Beschlüssen die 6000 Euro für den seit Jahren diskutierten Streetworker dazu nutzen und als Anteil in die Kofinanzierung für die so genannte "Fachkraftförderung" einbringen. Damit steht fest: Wenn das Thema bei der Sitzung des zuständigen Sozialausschusses des Stadtrates morgen, 18 Uhr in der AWO-Kindereinrichtung (Johann-Sebastian-Bach-Straße 10) erstmals auf der Tagesordnung steht, dürfte heftig diskutiert werden. (old)

06.09.04 Mittweida als "familienfreundliche Stadt" ausgezeichnet (Auszug)
Kommune erhält 8000 Euro für gemeinnützigen Zweck - Ausschuss soll über Verwendung entscheiden - Feierstunde zum Tag der Sachsen

Von Reinhard Oldeweme
Mittweida/Striegistal. Bei dem landesweiten Wettbewerb um die Auszeichnung als "Familienfreundliche Gemeinde in Sachsen" ist die Stadt Mittweida in der Kategorie der Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern auf dem zweiten Platz gelandet. Bei einer Feierstunde in Döbeln innerhalb des Programms zum "Tag der Sachsen" hat die sächsische Sozialministerin Helma Orosz (CDU) die Preise übergeben und die Gewinner gewürdigt.
Mittweida erhält 8000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck. ...

... Mittweida hat in seiner Bewerbung um die Auszeichnung neben den städtischen Einrichtung und Initiativen vor allem auch freie Träger innerhalb der Jugend- und Sozialarbeit und sich engagierende Gruppen aufgeführt. Dazu zählen unter anderem der Verein "Oase" mit seinem Jugendladen, der CVJM mit dem Jugendkeller "Crossroads", der Verein "Müllerhof" mit seinen Freizeitangeboten für alle Altersgruppen, der Förderverein "Erucula" mit seinem rollenden Spiel- und Spaßmobil "Freizeit- Franz " sowie der Verein zur Wahrung der Kinderinteressen und der Arbeitslosentreff. Dass das Städtische Freizeitzentrum (SFZM) und die Stadtbibliothek ebenso wie das Freibad und die Dreifeldsporthalle zu den erfolgreichen stadteigenen Trümpfen gezählt haben dürften, überrascht wohl nicht wirklich. Weiterhin ins Gewicht gefallen ist auch der " Fichte-Keller" in der Mittelschule mit seinen Freizeitangeboten außerhalb des Unterrichts. Auf die Auflistung aller Spielplätze in der Stadt hat man bei der Bewerbung verzichtet.
Neben den Einrichtungen hat die Stadt auch mehrere Arbeitsplattformen zu bieten. Dazu zählen neben dem Schul- und Sozialausschuss des Stadtrates unter anderem der Jugendrat, in dem Schülersprecher und Vertrauenslehrer vertreten sind, und der kriminalpräventive Rat, in dem es schwerpunktmäßig auch um die vorbeugende Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht. ...

24.08.2004 Im amerikanischen Schulbus zum Unterricht (Auszug)
... In Mittweida hat man dieses Jahr auf den Kauf von Schulbüchern ganz verzichtet, die Herausgabe der neuen Exemplare soll abgewartet werden. "Das eingesparte Geld haben wir für andere Dinge in den Schulen ausgegeben und beispielsweise neue Möbel gekauft", war vom Beigeordneten Ralf Schreiber zu erfahren. Nächstes Jahr müsse man dann entsprechend mehr ausgeben. Der "Rückzug" von neun Klassen, die bislang wegen der Bauarbeiten in der Schmidtschule waren, zurück in die  Fichteschule hat reibungslos funktioniert. "Keine Probleme", meldete Schulleiter Matthias Möbius. Die restlichen zwölf Klassen sollen nach den Herbstferien zurückkommen, wenn die komplette Sanierung des Schulgebäudes abgeschlossen ist. (fa/ps/oha/old)
 
 

14.04.2007