J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2007

Entwürfe für Gestaltung von Trafohäuschen ausgewählt

 
23.10.2007 Freie Presse
bunt.jpg (61503 Byte) René Lautrich, Jens Ossada, Diana Weise und Petra Hoppe (v. l.) werten im Städtischen Freizeitzentrum Mittweida die Vorschläge zur Gestaltung des Trafohäuschens aus. Falk Bernhardt
Projekt "Bunt gegen Braun" geht in nächste Runde - Künstler unterstützt Jugendliche beim Zusammenfügen der Arbeiten zu einem Gesamtbild

Von Babette Philipp

Mittweida. Das Projekt "Bunt gegen Braun" geht mit einer gestern zusammengestellten Auswahl von Entwürfen sowie einer vorläufigen Grundidee für die Gestaltung des Trafohäuschens am Mittweidaer Tzschirnerplatz in die nächste Runde. Kinder und Jugendliche wollen in gemeinsamer Arbeit das Gebäude, das in der Vergangenheit bevorzugtes Ziel von Schmierereien häufig auch rechtsextremen Inhalts war, bunt gestalten und versiegeln. Zudem wollen sie es dann in einer Art Patenschaft kontrollieren und eventuelle neue Verunstaltungen entfernen.
"Die Entwürfe sind gut und es ist schön, dass so viele sich mit ihren Ideen beteiligt haben. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Nähe zum Thema ,Bunt gegen Braun' gewünscht'", sagte gestern Abend der Künstler Jens Ossada, der mit den anderen Jurymitgliedern Diana Weise, Schuljugendarbeiterin an der Mittweidaer Fichteschule und Ideengeberin für das Projekt, Petra Hoppe, Leiterin des Städtischen Freizeitzentrums, sowie René Laut-
rich von der Envia Netzservice GmbH als Vertreter des Gebäude-Besitzers die Arbeiten der Schüler sichtete.
Sofort ins Auge fiel allen Jurymitgliedern ein aus vier Teilen bestehender Vorschlag für die Rundumgestaltung des Häuschens. Zu sehen sind in dem farbenfroh gemalten Entwurf Phantasie-Szenen aus der Natur. "Find' ich sehr gut. Denn die Natur zeigt uns ja Leben in all seiner Vielfalt", meinte Ossada, der deshalb vorschlug, diese Arbeit zur Grundlage der Gestaltung zu machen.
Zahlreiche weitere Entwürfe, die in der Kunst-AG der Fichteschule entstanden, stellen Wegweiser dar, die auf Sehenswertes in der Stadt aufmerksam machen wollen. "Wenn wir die in das Naturbild als gesonderte Flächen integrieren, ist auch der Bezug zu Mittweida da", dachte Ossada laut nach und bekam aus der Jury ungeteilte Zustimmung zu der so entstandenen Grundidee. "Aber es kann natürlich alles noch ganz anders werden. Denn die Gestaltung sollen die Jugendlichen ja gemeinsam erarbeiten", betont Diana Weise. Dafür finden ab kommender Woche unter künstlerischer Leitung von Jens Ossada und der Kunstlehrerin an der Fichteschule, Helga Bünning, Workshops statt, in denen ein Gesamtkonzept entstehen soll, das alle Arbeiten so geschickt verbindet, dass die Darstellung auf dem Trafohäuschen schließlich aus einem Guss ist.
Der weitere Zeitplan ist eng gesteckt: Am 10. November soll die Gestaltung in Kombination von Graffiti-Technik und Anstrich beginnen, am 17. November die Einweihung des Trafohäuschens gefeiert werden.

24.10.2007