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2007 |
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Projekt "Bunt gegen Braun" gestartet |
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| 05.09.2007 |
Freie Presse |
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| Das Trafohäuschen am Tzschirnerplatz wird bald als
bunter Farbtupfer nicht nur ein Hingucker sein, sondern gleichzeitig ein
Zeichen gegen Rechts setzen. Falk Bernhardt |
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| Trafohäuschen am Mittweidaer Tzschirnerplatz soll als
Farbtupfer ein Zeichen gegen Rechts setzen - Entwürfe für Gestaltung
gefragt |
| Von Babette Philipp |
| Mittweida. Mit dem Schulbeginn am Montag ist in
Mittweida auch das Projekt "Bunt gegen Braun" gestartet. Die Initiative
wird in Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, dem Städtischen
Freizeitzentrum und dessen Trägerverein Erucula sowie mit Unterstützung
des Energieversorgers Envia, der das Objekt zur Verfügung stellt, von
Jugendlichen umgesetzt und betreut. Mittelpunkt ist das Trafohäuschen am
Tzschirnerplatz, das in der Vergangenheit besonders oft mit
Schmierereien, darunter viele rechte, verunstaltet wurde. Das soll nun
definitiv ein Ende haben, denn Jugendliche werden das Häuschen farblich
gestalten und dann mit einem Sonderanstrich so versiegeln, dass erneute
Schmierereien abwaschbar sind. Damit allein ist das Projekt aber noch
nicht beendet. Vielmehr werden Jugendliche in einer Art Patenschaft
"ihr" Trafohäuschen beobachten und gegebenenfalls von Verunzierungen
befreien. |
| "Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und natürlich auch
Erwachsene für die Themen Fremdenfeindlichkeit Rassismus und Extremismus
zu sensibilisieren, so dass jeder den Mut findet, mit seinen
Möglichkeiten dagegen anzugehen", erklärt Diana Weise, die an der
Mittweidaer Fichteschule Schulsozialarbeit leistet und die Idee für das
Projekt hatte. |
| Über Plakate, Aushänge und Handzettel wird derzeit über
die Aktion informiert. Zudem ist das Projekt Thema im Kunstunterricht an
der Fichteschule. Der Freizeit-Franz trägt das Vorhaben auch über die
Stadtgrenzen hinaus zu Kindern und Jugendlichen. Denn natürlich sind
nicht nur Mittweidaer angesprochen. |
| Sich am Projekt zu beteiligen ist ab sofort mit dem
Einreichen von Entwürfen für die Gestaltung des Trafohäuschens möglich.
"Wir wünschen uns, dass diese Entwürfe Alternativen gegen rechtes
Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit aufzeigen, indem sie die
Lebensvielfalt auffangen", erklärt Petra Hoppe, Leiterin des Städtischen
Freizeitzentrums. Der Motivwahl seien dabei keine Grenzen gesetzt.
"Sport, Spiel, Familie, Reise, Freunde", nennt Hoppe Beispiele, die
gestalterisch umgesetzt werden können. Auch diesbezüglich ist der Rahmen
ganz lose gefasst und reicht von bildlicher, folkloristischer bis zu
abstrakter Form - festgehalten als Zeichnung, Skizze oder Fotografie.
"Wer möchte, kann auch Erläuterungen beifügen", so Weise. |
| Die Entwürfe werden Ende kommenden Monats von einer
Jury gesichtet, die dann auch die besten auswählt. Mit ihren Verfassern
wird vom 29. Oktober bis 5. November ein Workshop stattfinden, dessen
Ziel es ist, die einzelnen Ideen zu einem großen Ganzen
zusammenzufassen. "Dabei werden der Künstler Jens Ossada und die
Kunstlehrerin Helga Bünning den Jugendlichen beratend zur Seite stehen.
Auch Envia-Mitarbeiter sind eingeladen, sich anzuschauen, wie sich das
Häuschen verwandeln wird. Gedacht ist, dass die Gesamtgestaltung alle
ausgewählten Entwürfe in einer Art Mosaik auf dem Trafohäuschen
vereint", erklärt Weise. Läuft alles nach Plan, ist am 17. November
Einweihung des bunte Häuschens, das dann an einem zentralen Platz der
Stadt ein Zeichen gegen braune Gesinnung setzen wird. |
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Info |
| Die Entwürfe können ab sofort an das Städtische
Freizeitzentrum, Oststraße 19, zu Händen Frau Hoppe, sowie an die
Fichteschule, Schulstraße 6, zu Händen Frau Weise, geschickt oder im Bus
vom Freizeit-Franz abgegeben werden. Wichtig: Neben dem Absender auch
immer die Telefon- oder Handy-Nummer angeben. Einsendeschluss ist der
19. Oktober. |