J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2007
Gymnasien sind die Sieger
 
17.03.2007 Freie Presse
Den Mittelschulen in Rochlitz, Penig, Claußnitz und Milkau fehlen die Kinder
Die Würfel sind gefallen: Seit gestern liegen die Anmeldungen für die neuen 5. Klassen vor. Aufatmen bei allen Gymnasien - Frust bei einigen Mittelschulen der Region.
Von Katrin Gust und Galina Pönitz
Mittweida. Grund zur Freude hat die Maxim-Gorki-Mittelschule Hainichen: 66 Viertklässler haben sich für die Bildungseinrichtung entschieden. Damit schaffte die Schule die vom Kultusministerium geforderte Mindestschülerzahl von 40. Auch die Fichte-Mittelschule Mittweida und die Erich-Viehweg-Mittelschule Frankenberg können aufatmen: Mit 78 beziehungsweise 40 Anmeldungen werden sie im neuen Schuljahr mindestens zwei 5. Klassen bilden können.
Weniger erfreulich sind die Zahlen jedoch bei den Mittelschulen Rochlitz (38), Penig (37) und Claußnitz (21). Nur 23 Schüler haben sich für die Mittelschule Milkau entschieden. Allerdings läuft hier noch die Klage der Gemeinde gegen das Kultusministerium, das die Bildungsstätte 2008 schließen will.
Von der schon seit dem vergangenen Jahr für Milkau unsicheren Position hat offenbar die Mittelschule Hartha profitiert. Dort liegen 38 Anmeldungen vor. Schulleiter Peter Silbermann wird eine Ausnahmegenehmigung beantragen, um mit diesen Schülern zwei 5. Klassen bilden zu können. Die Mindestschülerzahl geschafft haben die Mittelschulen in Waldheim (46), Roßwein (58) und Auerswalde (42).
Auch die Gymnasien sind auf der sicheren Seite. Mindestens 60 Neulinge müssen sie vorweisen. Am Städtischen Gymnasium Mittweida haben sich 81 Kinder für das neue Schuljahr angemeldet, das Martin-Luther-Gymnasium in Frankenberg zählt ebenfalls 81, das Johann-Mathesius-Gymnasium in Rochlitz 118 und das Gymnasium Burgstädt 88 Anmeldungen.
Die Zahlen stimmen CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Jahr wütend. Der Ansturm auf die Gymnasien mache die Mittelschule als zentrales Element der Bildung kaputt. Die sächsische Bildungspolitik sei fehlorientiert, "weil sie die Mittelschule als Einrichtung, die fleißige und fachkundige Facharbeiter und Meister vorbildet, diskreditiert", so Jahr. Damit bezieht er sich auf die Zugangsbedingungen für die Gymnasien, nach denen Viertklässler mit einem Notendurchschnitt bis 2,5 diesen Bildungsweg wählen können.
Die Zahlen sind nun raus, doch eine Frage bleibt, nämlich, welchen Mittelschulen das Kultusministerium aufgrund der geringen Anmeldezahlen die Mitwirkung entzieht.

16.04.2007