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| Pressespiegel |
| 2007 | ||||
| "Ich habe es mir schon leichter vorgestellt" | ||||
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| 3853 Jugendliche suchen derzeit eine Lehrstelle - Doch Firmen klagen über schlechte Noten und fehlende Grundwerte bei den Bewerbern | ||||
| 3853 Mädchen und Jungen im Bereich der Arbeitsagentur Chemnitz bewerben sich derzeit um eine Lehrstelle. 2832 Ausbildungsstellen kann die Behörde anbieten, davon allein 1820 betriebliche. Rein rechnerisch für jeden zweiten Bewerber eine. Keine schlechte Ausgangsbasis. Dennoch: Zehntklässler sind frustriert über eine Absage nach der anderen, Firmenchefs schlagen Alarm: Unserer Jugend fehlen die Grundwerte und ein solides Wissen. Ist die Schule an allem Schuld? Kann das Projekt "Brücke" diese scheinbar unüberwindbare Hürde nehmen? | ||||
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... Darauf
hoffen auch Sandra Schmidt und Kay Schröber. Beide besuchen derzeit die
zehnte Klasse in der
Fichteschule
Mittweida und schreiben Bewerbung auf Bewerbung.
Rechtsanwaltsfachangestellte oder Verwaltungsfachangestellte möchte Sandra
werden. 35 Mal hat sie sich bereits beworben, 20 Absagen schon erhalten.
"Der Rest ist noch offen", sagt sie und gibt zu, es sei schon frustrierend,
wenn die dicken Briefumschläge wieder im eigenen Postkasten liegen. Ein
Platz am Berufsschulzentrum sei ihr aber sicher. Hier könnte sie ihr
Fachabitur machen. Doch so richtigen Bock auf Schule habe sie nicht mehr.
"Ich will lieber Geld verdienen", sagt die 15-Jährige und dafür eine
Lehrstelle zu bekommen, das hätte sie sich bei weitem leichter vorgestellt.
"Bei meinen guten Zensuren", ist sie selbstbewusst. Alles Einsen und Zweien,
Deutsch und Mathe Eins. Auch bei Kay ist noch alles offen. Der 16-Jährige hat schon einige Einstellungstests und Vorstellungsgespräche hinter sich. "Wir haben uns im Unterricht auf solche Test und Gespräche vorbereitet. Aber ist es dann soweit, ist man richtig aufgeregt und oft sagst du dir hinterher - he, das hättest du besser machen können, weil du es besser kannst." Industriemechaniker, Werkzeugmechaniker oder Anlagenmechaniker möchte er werden. Er hat schon in mehrere Firmen bei Praktika hineingeschnuppert, in den Ferien dort gearbeitet. Seine Zensuren? "Eins bis Drei, alles dabei, nur eine Vier", sagt er. "Wir haben uns im Unterricht auf solche Tests vorbereitet. Aber ist es dann soweit, ist man richtig aufgeregt." Kay Schröber, Schüler Wie Sandra möchte auch er in der Region bleiben, hier lernen und arbeiten. "Die Anforderungen der Firmen sind ganz schön hoch", meint Sandra und für die 15-Jährige manchmal eben von Vornherein nicht zu erfüllen: Wenn beispielsweise ein Führerschein verlangt wird. ... |
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15.12.2008