J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2007
Mittelschüler schreiben ihr eigenes Musical
 
08.06.2007 Freie Presse
Tanz, Musik, Videoeinspielung, Schauspiel - alles wurde vom Neigungskurs der Mittweidaer Fichte-Schule in ihrem Musical "Jack - the Kiffer" selbst gemacht . Falk Bernhardt
 

Vertiefungskurs bringt "Jack- the Kiffer" auf die Bühne - Jugendliche tanzen, singen und musizieren

Am Mittwoch stand die letzte schriftliche Prüfung an der Fichte-Mittelschule in Mittweida an. Ab Juli müssen sich die Schüler dann in den mündlichen Kontrollen für ihren Schulabschluss ins Zeug legen. Einige konnten in diesem Schuljahr auf ganz andere Art gute Zensuren erreichen.
Von Falk Bernhardt
Mittweida. Mit Neigungskursen unterschiedlichster Art war die Johann-Gottlieb-Fichte-Mittelschule Mittweida schon Vorreiter für ganz Sachsen. Aktuell sind dies zum Beispiel digitale Bildbearbeitung und flotte Köche. Einige Zehntklässler haben nun in diesem Jahr mit dem Vertiefungskurs "Kunst und Kultur" auf den musisch orientierten Kursen Band und Theater der vergangenen Jahre aufgebaut und ein neues Projekt umgesetzt. Musiklehrer Thomas Gebel stellte die Aufgabe, ein Musical zu erarbeiten. Für die 14 Schüler seines Neigungskurses war dies eine Herausforderung, die bravourös gemeistert wurde. "Jack - the Kiffer" wurde in der Bürkelhalle vor Mitschülern aufgeführt, bekam viel Applaus und - gute Noten.
In dem Stück geht es um einen Schüler, der an eine neue Schule kommt. Um von einer Gruppe anerkannt zu werden, greift er wie einige Mitschüler zu Drogen. Immer tiefer gerät er in diesen Sumpf. Nach einer Überdosis kommt ein Mitschüler zu Tode. Auch das öffnet Jack noch nicht die Augen, erst eine neue Klassenkameradin bringt ihn mit Hilfe der Schulpsychologin wieder zur Vernunft.
Die Rolle des Jack spielte Sarah Lieberwirth, die schon seit einiger Zeit in der Schulband singt. "Die Idee mit dem Musical fand ich cool, der Kurs gefiel mir einfach am besten. Wir haben uns dann in der Gruppe ein passendes Thema gesucht und losgelegt. So macht die Schule doch Spaß." Christian Rätzer entschied sich für den Kurs, da er selbst Keyboard spielt. Auch er hatte an der Musicalarbeit seinen Spaß.
Jede Woche kam man für drei Stunden zusammen, zusätzliche Proben gab es vor der Premiere. Die Schüler schrieben Texte, arrangierten Lieder neu, kümmerten sich um das Bühnenbild und Videoeinspielungen. Zufrieden war auch Thomas Gebel: "Die Musik läuft schon gut, wir haben da ein paar Gesangstalente. Tänzerisch ist sicher einiges mehr machbar."

10.06.2007