J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2007

Schüler können in sicheren Schulen lernen

 
23.08.2007 Freie Presse

Einrichtungen in Mittelsachsen erfüllen die gesetzlichen Bestimmungen - 2.Rettungsweg fast überall vorhanden

Von Peter Hertel
Freiberg/Mittweida.Die Schulgebäude und Kindereinrichtungen im Landkreis Freiberg sind sicher. Das bestätigte das Landratsamt Freiberg. Ähnlich reagierte auch die Landkreisverwaltung in Mittweida für die Schulen in ihrer Verantwortung. Alle Häuser würden den Anforderungen der sächsischen Schulbaurichtlinie entsprechen. Diese fordert mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege ins Freie. Zudem müssen Gänge und Türen eine gewisse Mindestbreite haben und eine Sicherheitsbeleuchtung aufweisen. Im Zuge noch ausstehender Sanierungen werden alle Einrichtungen sicher gemacht.
In Mittweida sind die Auflagen des Brandschutzkonzeptes, das für jedes Gebäude speziell erstellt wird, nach Angaben des Beigeordneten der Stadt, Ralf Schreiber, in der Pestalozzi-Grundschule sowie in der Bernhard-Schmidt- und Johann-Gottlieb- Fichte-Mittelschule umgesetzt. Das Städtische Gymnasium Mittweida erfülle die Auflagen zum Teil, das gesamte Brandschutzkonzept werde im Zuge der 2009 beginnenden Generalsanierung der Schule umgesetzt.
Noch bis Ende des Jahres bekommt die Grundschule "An den Linden" in Lunzenau einen zweiten Rettungsweg. Zurzeit laufen dafür die Ausschreibungen, war von der Mitarbeiterin des Bauamtes, Kathrin Baumgartel, zu erfahren. Die dafür geplanten Kosten jetzt in dieser Phase zu nennen, sei ungünstig, meint sie. Die 47 allgemein- und berufsbildenden Schulen, die in Verantwortung des Freiberger Landratsamtes stehen, werden regelmäßig überprüft. Dazu gehören neben den Berufsschulen das Cottagymnasium in Brand-Erbisdorf, das Pufendorfgymnasium in Flöha sowie die Grund- und Mittelschulen in den Gemeinden. "Wir haben keine akuten baulichen Sicherheitsmängel festgestellt", erklärte Dietmar May von der Schulverwaltung des Landkreises.
In der Stadt Freiberg gibt es insgesamt 33 Gebäude, in denen sich Schulen oder Kindertagesstätten befinden. "Trotz Schließung des Rüleingymnasiums wird dort wieder gebaut, da das Haus weitere zwei Jahre genutzt wird", erklärte Wolfgang Krauße, Leiter des Freiberger Hochbauamtes. Es beherbergt die Zetkin-Schüler, solange ihre Einrichtung an der Dörnerzaunstraße umgebaut wird. Zudem sind auch noch einige Scholl-Gymnasiasten im Gebäude untergebracht. Derzeit wird eine neue Brandmeldeanlage installiert.
2008 sind laut Krauße grundhafte Sanierungen in der Ohain- und der Böhmeschule geplant. Bis dahin müssten organisatorische Maßnahmen die Sicherheit für die Schüler erhöhen. Das trifft auch für die sanierte Clemens-Winker-Schule zu; derzeit werden dort Rettungstreppen außen am Gebäude angebaut.
Dennoch würden jährlich so genannte Brandverhütungsschauen gemeinsam mit der Feuerwehr und der Bauaufsicht durchgeführt, um versteckte Mängel, beispielsweise zugestellte Rettungswege oder fehlende Feuerlöscher, aufzuspüren. "In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Schulleitern ist ein sicherer Unterricht in der Stadt gewährleistet", bestätigt Andreas Schwinger, Amtsleiter für Bildung, Kultur und Sport. Dass man an einigen Schulen trotzdem noch keine optimalen Lösungen habe, läge vor allem an den sich ständig verschärfenden gesetzlichen Bestimmungen. (mit bp/alu/ch)

08.09.2007