J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2007
"Mehr Resonanz von den Eltern erwartet"
 
03.03.2007 Freie Presse
Erstes Resümee von Projekt Schulsozialarbeit im Kreis
Von Verena Toth
Mittweida. "Das Projekt Schulsozialarbeit in den vier ausgewählten Schulen im Landkreis Mittweida ist erfolgreich gestartet", hat Monika Schlesier, Abteilungsleiterin des Trägervereins Christliches Jugenddorfwerk Deutschland (CJD), am Montagabend dem Jugendhilfeausschuss des Kreistages Mittweida berichtet. Die Vertreterin des Trägervereines gab nach dem Start des Projektes vor reichlich zwei Monaten einen ersten Überblick darüber, welche Aufgaben die vier Sozialpädagogen an der Erich-Viehweg-Mittelschule in Frankenberg, der  Fichte-Mittelschule Mittweida sowie an den Schulen zur Lernförderung "Am Taurastein" in Burgstädt und der Pestalozzischule in Rochlitz erfüllen.
"Zunächst haben sie sich mit dem Schulalltag und den Kollegen vertraut gemacht. Sie nutzen jede sich bietende Möglichkeit vor allem in den Pausen, um mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Bereits jetzt suchen täglich etwa drei Schüler den persönlichen Kontakt, um individuelle Probleme zu klären", so Monika Schlesier weiter. Kaum eine Resonanz käme jedoch von Seiten der Eltern, bedauert die CJD-Mitarbeiterin. Auch die zeitlichen Zwänge der Schülerbeförderung begrenze die Arbeit auf die Pausenzeit zwischen dem Unterricht.
Das Ziel des Pilotprojektes im Landkreis ist, mit Hilfe der jungen Sozialpädagogen präventiv vor allem gegen rechtsextreme Tendenzen unter der Schülerschaft zu wirken und den Schulalltag zu begleiten. Perspektivisch sollen die vier Mitarbeiter im Alter zwischen 25 und 30 Jahren stärker in die Einzelfallarbeit und individuelle Betreuung einbezogen werden.
Unstimmigkeiten gab es in Bezug auf die korrekte Vergabe der Ausschreibung und den Abschluss der Diplom-Sozialpädagogen. Angeblich würden zwei der Mitarbeiter nicht über das fachliche Zeugnis verfügen, ging aus einer Anfrage eines Ausschussmitgliedes hervor. "Tatsächlich ist eine Schulsozialarbeiterin derzeit erkrankt, so dass sie ihre Prüfung noch nicht ablegen konnte. Allerdings liegen uns Vordiplom und positive Gutachten vor. Im zweiten Fall hat die junge Frau ihre Diplomprüfung abgelegt und absolviert nun noch ihren Master", klärt Monika Schlesier auf. Die korrekte Vergabe nach den vorgegebenen Kriterien konnte Jugendamtsleiterin Heidi Richter belegen.

03.12.2007