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Mittweida.
Die Schulsozialarbeit im Landkreis Mittweida ist angelaufen. Seit 1.
Oktober sind die vier jungen Diplom-Sozialpädagogen in ihren
Einrichtungen - der Fichteschule Mittweida, der Viehwegschule in
Frankenberg sowie an den Lernförderschulen in Rochlitz und Burgstädt
tätig. "Die erste Woche diente ihnen dabei vorrangig dazu, sich mit
Schülern und Lehrern bekannt zu machen und sich ein erstes Bild über die
Atmosphäre und die Problemlage an der jeweiligen Einrichtung zu
verschaffen", erklärt Monika Schlesier, Abteilungsleiterin im Bereich
Kinder- und Jugendhilfe beim Trägerverein Christliches Jugenddorfwerk
Deutschlands (CJD). Die Ferienzeit biete den Sozialarbeitern nun Zeit,
ihre bereits vorliegende Konzeption zu konkretisieren und auf die
Anforderungen an den Schulen zuzuschneiden, so dass sie danach mit ihrer
Tätigkeit richtig starten können.
Diese bedient laut Schlesier die drei Hauptfelder Einzelfallhilfe,
gegebenenfalls die Arbeit in kleinen Gruppen sowie die Zusammenarbeit
mit den Eltern. Permanenter Schwerpunkt an allen Einrichtungen sei die
Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Tendenzen und das
entsprechende Gegensteuern. Es gelte zudem, Position zu beziehen gegen
alle Formen von Gewalt, betont Schlesier.
An der Fichteschule in Mittweida und der Viehwegschule in Frankenberg
sieht sie besonders gute Startbedingungen für die "Neuen", weil an
diesen beiden Mittelschulen durch die Schuljugendarbeit der Weg bereits
eingeschlagen und auch bekannt sei, was Jugendhilfe leisten kann. "Hier
besteht eine gute Möglichkeit, sich abzusprechen und beispielsweise
durch die Kombination von Freizeitangebot mit Einzelfallhilfe die Arbeit
zu optimieren." Aber auch die beiden anderen Schulsozialarbeiter müssen
natürlich nicht allein im Regen stehen. "Die Anleitung aller erfolgt
durch das CJD", sagt Schlesier. So gebe es beispielsweise monatliche
Dienstberatungen, an denen alle neun Mitarbeiter - drei
Schuljugendarbeiter aus dem Landkreis Mittweida, zwei aus Freiberg sowie
die vier neuen Schulsozialarbeiter, teilnehmen. Dies diene zum einen dem
regelmäßigen Erfahrungsaustausch und zum anderen dazu, bestimmte
Projekte gemeinsam vorzubereiten und durchzuführen.
Dabei sei Schuljugend- von Schulsozialarbeit zu unterscheiden. Während
erstere ein offenes Angebot für alle Kinder und Jugendlichen darstelle -
zum Beispiel in Form eines Schulklubs, von Freizeit- und Ferienangeboten
mit Sport und Spiel - versuche Schulsozialarbeit Problemlagen einzelner
Schüler zu lösen und Unterstützung bei der Lebensbewältigung zu geben.
Neben der Begleitung auf dem Weg zum Erwachsenwerden spiele auch die
Berufsorientierung eine große Rolle. Die Probleme könnten dabei sehr
unterschiedlich sein. Mangelndes Interesse an der Schule und
entsprechend schlechte Leistungen, Gewaltbereitschaft und eben rechts-
oder linksextreme Tendenzen nennt Schlesier als Beispiele. |