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2007 |
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Studentin
zeigt Stadt Sparpotenzial |
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Mittweida offenbart Versäumnisse bei Sanierung |
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Von Katharina Leuoth |
| Mittweida. Antworten auf die Frage, warum die
Fichte-Mittelschule in Mittweida trotz Sanierung ein Energiefresser ist,
gibt jetzt die Diplomarbeit von Juliane Lachnitt, einer Studentin der
Hochschule Mittweida. Demnach gab es bei der Sanierung vor fünf Jahren
Versäumnisse. Die Verteidigung der Diplomarbeit steht zwar noch aus. Die
Stadtverwaltung aber signalisiert bereits, die Ergebnisse für zukünftige
Sanierungen nutzen zu wollen. |
| Hunderte Euro gehen flöten |
| 2005 hatte eine kostenlose Analyse für Energieeffizienz und
Gebäudewirtschaftlichkeit von Siemens gezeigt, dass die Fichte-Schule und
das Gymnasium Energiefresser sind. Mit dem Unterschied, dass die
Mittelschule bereits saniert worden war, unter anderem mit neuen
Heizkörpern. Da eine genauere Analyse von Siemens Geld gekostet hätte,
beschloss die Stadt, stattdessen an der Hochschule eine Diplomarbeit in
Auftrag zu geben. Titel: "Handlungsempfehlungen zur Reduzierung des
Energieverbrauchs im Rahmen von Gebäudesanierungen". |
| In der Diplomarbeit sei berechnet worden, dass mit der
Sanierung der Fichte-Schule 26 Prozent des Energieverbrauchs hätten
eingespart werden können, so Schreiber. Doch erreicht wurde nur ein
Prozent.Das läge laut Diplomarbeit unter anderem daran, dass der
Heizkessel für Erdöl - inzwischen umgestellt auf Gas - für das Gebäude
zu ineffizient arbeite. 1200 Euro an Energieverlust gingen dadurch pro
Jahr flöten. "Das war eine Überraschung für uns", sagt Schreiber. Nun
werde geplant, den Kessel in den nächsten Jahren zu ersetzen. Des
weiteren werde in der Diplomarbeit dargelegt, dass durch die ausgesparte
Sanierung des Dachbodens und der Dämmung des Dachs weiterhin ein
Energieverlust von 800 Euro jährlich besteht. "Für den Ausbau des
Dachbodens gab es damals keine Fördermittel. Wir werden uns erneut um
Gelder bemühen, um das nachzuholen", so Schreiber. Schwieriger zu lösen
sei das Problem im Keller. In dem alten, ehemals unversiegelten
Mauerwerk habe sich von außen Nässe festgesetzt. So sei zwar eine neue
Abdichtung angebracht worden, "doch es wird Jahre dauern, bis wir die
Nässe durch Heizung und Lüftung aus den Wänden bekommen", so Schreiber. |
| Neue Daten sollen sparen helfen |
| Nachteilig hätte sich auch ausgewirkt, dass es vor der
Sanierung keine Schwächeanalyse des Energieverbrauchs gegeben habe. In der
Diplomarbeit sei nun ein Messprotokoll erarbeitet worden, mit dem vor
künftigen Sanierungen städtischer Gebäude unter anderem Schwachstellen des
Energieverbrauchs festgestellt werden können. "Das werden wir nutzen und den
Planungsbüros als Grundlage geben", sagt Schreiber. Im Übrigen sei laut
Diplomarbeit das zuständige Büro für die Sanierung der Fichte-Schule von
falschen Schülerzahlen und einer falschen Einschätzung zur Nutzung der
Bürkel-Halle, in der Sportunterricht und Kulturveranstaltungen stattfinden,
ausgegangen. Die Diplomarbeit hat außerdem die Sanierungspläne für das
Gymnasium untersucht. Ein Ergebnis: Der Einsatz erneuerbarer Energien sei
dort nicht sinnvoll. Fachfirmen könnten das aber noch
überprüfen."Prinzipiell wird uns empfohlen, ein kommunales Energiemanagement
einzuführen", fasst Schreiber zusammen.Das könne heißen, einen
Verantwortlichen festzulegen, der sich um Fragen der Energieeinsparung
kümmert. "Wir planen, diese Aufgaben in die Abteilung Gebäudemanagement zu
integrieren, die im Sommer gegründet werden und bei der Kämmerei angesiedelt
sein soll", so Schreiber. |
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