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| Pressespiegel |
| 2007 |
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"Es ist einfach nur toll, dabei zu sein" |
| Volleyball-Turnier gegen Rechtsextremismus in Mittweida - Begeisterung bei Spielern und Zuschauern |
| Von Babette Philipp |
| Mittweida. Beifall und lautstarker Jubel von rund 30
Mädchen des Städtischen Gymnasiums Mittweida: Ihre Mannschaft hat im
Spiel gegen das Hochschul-Team gerade einen Punkt erzielt. Über das
Tribünengeländer gelehnt, fiebern sie mit. Ein paar Plätze weiter
beobachtet eine Gruppe von Jungs das Geschehen auf dem Spielfeld der
Sporthalle "Am Schwanenteich". Dort fand unter dem Titel "Sport gegen Rechtsradikalismus" gestern ein Volleyball-Turnier statt, initiiert von der Polizeidirektion (PD) Chemnitz-Erzgebirge in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Landratsamt Mittweida. "Ziel ist es, dass von dieser Veranstaltung eine Signalwirkung ausgeht, dass sie mobilisiert", erklärt der für die Organisation maßgeblich verantwortliche Christian Ott, Leiter der Abteilung Inspektion, Prävention, zentrale Dienste bei der PD Chemnitz-Erzgebirge. Mitgebracht haben er und seine Kollegen die Fighting Kangaroos, die in der zweiten Bundesliga-Süd spielende Damen-Mannschaft des Polizeisportvereins. |
| "Gegen so eine Top-Mannschaft zu spielen, war schon
immer mein Traum", sagt Franziska Böttger, Schülerin der 10. Klasse der
Fichteschule. Dass ihr Team gegen die Kangaroos gerade verloren hat,
findet sie nicht schlimm. "Es ist einfach nur toll, dabei zu sein",
schwärmt sie und fragt: "Gibt es so ein Turnier jetzt jedes Jahr?" Ob
sie auch zu der Veranstaltung gegen Rechts gekommen wäre, wenn nicht so
eine hochkarätige Mannschaft gespielt hätte? "Klar, bei Sport und vor
allem Volleyball bin ich immer dabei." "Ich find' die Sache klasse. Noch besser wär's gewesen, wenn wir auch hätten spielen können", sagt Philipp Möckel. Er sitzt gemeinsam mit anderen Neuntklässlern auf den gut gefüllten Zuschauerbänken. "Eine gute Idee", findet auch Kumpel Marcel Wabnitz. Was könnte man denn aus ihrer Sicht noch gegen rechte Gewalt tun? "Auf jeden Fall die, die sowas tun, hart bestrafen", meint Marcel. Philipp hält eine Großdemo, "aber gegen jegliche Art von Extremismus" für ein geeignetes Mittel. "Darüber haben wir schon in der Klasse diskutiert", so der 15-Jährige. Ob sie alle freiwillig hier seien? "Klar, wir wollen doch die Mädels vom Polizeisportverein sehen." Die Frage ist nicht grundlos, denn im Vorfeld gab es von Lehrern auch kritische Stimmen, die die während der Unterrichtszeit stattgefundene Veranstaltung als den Schülern "aufgesetzt" empfanden. "Es gab unterschiedliche Meinungen, aber insgesamt eine einhellige Akzeptanz", sagt dazu Simone Starke, stellvertretende Leiterin der Fichteschule. "Planungstechnisch ist das Ganze, weil es so kurzfristig war, nicht ganz glücklich gelaufen. Doch es ist eine tolle Sache. Und die Begeisterung bestätigt das ja auf der ganzen Linie." |
| Zahlen und Fakten |
| Turnierteilnehmer: Volleyball-Damen des Chemnitzer Polizeisportvereins, je ein Team der Hochschule, des Städtischen Gymnasiums sowie der Fichteschule Mittweida. Das Endspiel bestritt das Hochschul-Team gegen die Chemnitzer Damen, die den ersten Satz 25:19, den zweiten 25:14 gewannen und damit Turniersieger wurden. Auf den Plätzen folgte die Hochschule vor dem Gymnasium und der Fichteschule. Mehr als 200 Zuschauer wurden gezählt, hinzu kamen die Akteure selbst, Trainer, Lehrer und weitere Gäste. |
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26.12.2007