|
2007 |
|
Stärkere Vernetzung der Jugendarbeit nötig |
| |
| 15.06.2007 |
Freie Presse |
 |
Ein beliebter Treff für Jugendliche ist das städtisches Freizeitzentrum
Mittweida. Falk Bernhardt |
|
| 24 konkrete Aufgaben aus Auswertung der
Sozialraumanalyse Mittweida abgeleitet - Adressen- und Telefon-Liste für
Hilfesuchende erarbeitet |
| Von Babette Philipp |
| Mittweida. Die Auswertung der im vergangenen Jahr
erhobenen Sozialraumanalyse für die Stadt Mittweida hat zu 24 ganz
konkreten Ergebnissen geführt. So wurde in dem Papier unter anderem die
Notwendigkeit festgehalten, die Schulsozialarbeit an der Fichte-Schule
auszubauen und die geplanten Ganztagsschule am Städtischen Gymnasium
umzusetzen. Zudem sollen die Angebote der Freizeiteinrichtungen ständig
aktualisiert und so den individuellen Neigungen und Interessen ihrer
Besucher angepasst werden. |
| Ein Fazit der Auswertung, die am Dienstagabend im
Sozialausschuss vorgestellt wurde, ist auch eine stärkere Vernetzung der
Jugendarbeit unter Einbindung aller daran Beteiligten. |
| Für die Erhebung wurden insgesamt 765 Kinder und
Jugendliche im Alter von 10 bis 27 Jahren zu unterschiedlichen Themen
rund um ihr soziales Leben in Mittweida befragt, unter anderem nach
Freizeitangeboten und den entsprechenden Örtlichkeiten dafür. In der
Auswertung dieses Themas heißt es: "Es wurde deutlich, dass das
städtische Freibad ein wichtiger Bestandteil der Freizeitgestaltung der
Jugendlichen ist. Die Stadtverwaltung Mittweida muss durch die
Bereitstellung von (Eigen)Mitteln zum Bau eines Hallenbades
beziehungsweise zur Sanierung des städtischen Freibades die
perspektivische Realisierung sicherstellen." In dem aufgrund seines
Umfangs ausgegliederten Punkt Extremismus wird einer Liste mit
Präventionsmaßnahmen gegen extremistisches Verhalten in Schule, Freizeit
sowie im öffentlichen und privaten Bereich als Ergebnis formuliert. In
einer Anlage sind die bisherigen Maßnahmen sowie künftige Aktionen
zusammengefasst, beispielsweise die Aktion "Weltoffenes Mittweida" im
September. "Stand ist Mai 2007", betonte Beigeordneter Ralf Schreiber.
Denn nach dem Druck seien noch viele Zuarbeiten eingegangen, die
eingearbeitet werden müssen. |
| "Alle an der Analyse Beteiligten haben sehr gute Arbeit
geleistet", sagte CDU-Stadträtin Ines Möbius. Aufgabe sei es nun, die
Punkte, hinter denen der Vermerk erledigt noch fehle, nach und nach
abzuarbeiten "und die Aufgaben auf möglichst viele Schultern zu
verteilen, um gute Ergebnisse zu erreichen". |
| Einige der 24 Punkte tragen den Vermerk bereits. So die
Spielplatz-Konzeption, die zeigt, wie es um die elf städtischen Spiel,
Bolz- und Skaterplätze bestellt ist. Neu hinzu gekommen ist eine Liste
für Hilfesuchende. Von A wie Amal-Opferhilfe (Hilfe für Betroffene
rechter Gewalt) bis Z wie Zentrale für Mediation (Mediatoren vermitteln
als unparteiische Dritte) sind hier Adressen und Telefonnummern
zusammengestellt, unter denen örtlich Ansprechpartner zu finden sind. |