J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2008
Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Job
 
02.06.2008 Freie Presse
 
Modellprojekt der Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem VfB soll Hauptschülern der  Fichteschule bei der Berufsorientierung helfen
Von Petra Schumann
Mittweida. Mit Traumnoten zum Traumberuf?, das ist wohl vor allem für die meisten Hauptschüler eine Illusion. Da sie dennoch eine gute Chance auf dem Ausbildungsmarkt verdient haben, hat die Agentur für Arbeit gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der beruflichen Bildung Mittweida (VfB) und der  Fichte-Mittelschule ein bislang einmaliges Modellprojekt ins Leben gerufen, das gezielt Hauptschüler der Klassen sieben bis neun bei der Berufswahl unterstützt. Ziel: Intensive Berufsorientierung zur Verbesserung der Ausbildungschancen.
"Ausbildung ist der Schlüssel für einen gelungenen Einstieg in das Berufsleben. Gerade Hauptschüler müssen sich nach wie vor besonders anstrengen, einen Ausbildungsplatz im Wunschberuf zu bekommen. Viele haben zu wenig Kenntnisse oder falsche Vorstellungen von Ausbildungsinhalten oder konzentrieren sich nur auf wenige Berufe. Mit dem Projekt wollen wir zusätzliche Impulse geben und eine intensive Berufsorientierung ermöglichen, um eventuelle Hürden auf dem Weg zum Traumjob rechtzeitig zu erkennen", sagt Ute Kötzsch, verantwortliche Berufsberaterin der Arbeitsagentur für das Mittweidaer Projekt.
Wie das klappen kann, darin hat Heike Erben, Projektkoordinatorin beim VfB, seit September 2007 erste Erfahrungen sammeln können, denn jeder Hauptschüler der  Fichte-Mittelschule darf seit Schuljahresbeginn eine Woche lang beim VfB in der Berufswelt schnuppern. "Sie probieren sich aus in Gartenarbeit, beim Malern, in verschiedenen Gewerken wie Holzverarbeitung, Elektroarbeiten oder dem Hotel- und Gaststättengewerbe", erzählt Heike Erben. Nach dieser Woche werden Fähigkeiten und Erwartungen gegeneinander abgewogen: Für welche Lehre eignet sich der Schüler am besten? "Ist die Entscheidung gefallen, konnte beziehungsweise kann sich der Schüler dann noch einmal eine Woche lang in diesem Berufsfeld vertiefen", sagt Heike Erben.
Sie ist froh, dass im Herbst das Modellprojekt so richtig ins Laufen kommen soll. Dann haben die Jugendlichen jeweils zwei Wochen pro Klassenstufe die Möglichkeit, beim VfB in unterschiedlichen Berufsfeldern ihre Fähigkeiten zu testen. Später werden Kontakte zu Betrieben geknüpft und Praktika in der Wirtschaft angeboten. Am kommenden Freitag wollen sich alle drei Partner noch einmal an einem Tisch treffen und letzte Details, auch die der Finanzierung, absprechen.
 

12.08.2008