Mittweida. Auf ihrer traditionellen
Klassensprecherfahrt haben die mit dieser Aufgabe betrauten Schüler der
Fichteschule zusammen mit der Schuljugendarbeiterin Karola Seifert, der
Schulsozialarbeiterin Corina Krebs sowie Vertrauenslehrerin Ina Lehmann
die vergangene Woche genutzt, um aktuelle Probleme an ihrer Schule zu
erörtern. "Die Fahrt fand bereits zum achten Mal statt und führte wieder
in die Jugendherberge Rochlitz, berichtet Ina Lehmann. "Und wer denkt,
dass diese Tage für die Teilnehmer faulenzen bedeutet, der irrt sich
sehr", fügt sie hinzu. Manch Neuling unter den Klassensprechern sei
erstaunt gewesen, was man alles in ein paar Tagen be- und erarbeiten
kann.
Zu den diesjährigen Themen habe als erstes die allseits beliebte
Meckerecke gehört, bei der man sagen kann, was der Klasse oder einer
Einzelperson nicht passt. "Hier heißt es für den Schulleiter und den
Stellvertreter, sich alle Sorgen anzuhören, zum Beispiel Probleme mit
den Lehrern, den Mitschülern oder mit der Sauberkeit im Haus, und dann
Rede und Antwort zu stehen und gemeinsam Lösungen zu finden", erklärt
Ina Lehmann. Manchmal sei das kein leichter Job. Aber ein Grundprinzip
herrsche immer: Vertrauen zu allen und Respekt vor allen.
Weitere Themen der Klassensprecherfahrt seien das Kommunikationstraining
sowie Überlegungen zur Organisation des letzten Schultages für die
Schulabgänger gewesen. Zudem sei es um die Frage gegangen, wie sich die
Klassensprecher mit ihrer Tätigkeit zum Tag der offenen Tür und auch auf
der Homepage der Schule präsentieren. Auch über die Wünsche der Schüler
zur Ausgestaltung des Schullebens habe man gesprochen.
Trotz des umfangreichen Programms seien aber Spaß und Freizeit nicht zu
kurz gekommen. Besonders gut, so berichten die Schülersprecher, finden
sie es, wenn alle "Activity" spielen. Man lerne so ganz andere Seiten
der Menschen kennen, mit denen man so oft zusammen ist. (BP) |