Mittweida. Mehr als 150 Jugendliche haben sich während
der Präventiv-Suchtwoche auf vielfältige Art mit dem Thema "Sucht"
auseinandergesetzt. Gemeinsam mit dem Christlichen Verein junger
Menschen (CVJM), dem Verein Oase, der Fichteschule Mittweida und der
Sächsischen Landjugend hatte das Städtische Freizeitzentrum Mittweida (SFZM)
die Projektwoche organisiert.
"Die Diskussion um Alkohol und Zigaretten ist immer eine Gratwanderung",
erklärte Sozialpädagogin Ramona Bauer vom SFZM, die vor allem erreichen
wollte, dass die Jugendlichen über Probleme und Folgen von
Drogenmissbrauch nachdenken. Einblicke dazu lieferten nicht nur
Erfahrungsberichte von Süchtigen, sondern auch Ausstellungen,
Diskussionsrunden und ein Selbsttest. Im Rauschbrillenseminar konnte
nachvollzogen werden, wie sich die eigene Wahrnehmung bei Drogenkonsum
verändert. "Zum Teil konnte man mit diesen Brillen nicht mal etwas
aufheben oder auf einer Linie gehen", wagte auch Ramona Bauer den
Selbstversuch. Wichtig sei, dass diese Erfahrungen den Jugendlichen
dabei helfen zu entscheiden, wo der Genuss aufhört und die Sucht
anfängt.
"Das Brillenseminar fand ich ganz in Ordnung", meint der 17-jährige
Marco. Der Mittweidaer besuchte als Einziger alle angebotenen
Veranstaltungen. "Das Gespräch mit der ehemaligen Drogenabhängigen war
besonders krass. So ein Erfahrungsbericht ist ziemlich abschreckend.
Auch die Berichte der Polizisten waren ganz interessant." Spaß hatte
Marco am Freitag beim Volleyballturnier und dem abschließenden Konzert.
(KAT) |