J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2008
Eisbrenner leitet die " Fichte-Chöre"
 
29.09.2008 Freie Presse
Tino Eisbrenner (l.) und sein Gitarrist André Drechsler bekamen zu "Rock in der  Fichte" in Mittweida nicht nur Blumen, sondern auch zwei Kinder "überreicht". Als Fan der ersten Stunde hatte Mutter Soraya Brockhaus-Barby aus Auerswalde den fünfjährigen Loris und die dreijährige Lavinia auf die Bühne geschickt. Falk Bernhardt
 
Konzertabend der Gegensätze in Mittweidaer Bürkel-Halle - Berluc lässt es nach ruhigem Auftakt krachen

Von Falk Bernhardt
Mittweida. Zwei Konzerte, die unterschiedlicher nicht sein könnten, haben am Samstagabend die rund 80 Besucher beim "Rock in der  Fichte" in der Mittweida Bürkel-Halle erlebt. Wohl die einzige Gemeinsamkeit der Künstler auf der Bühne - Tino Eisbrenner und die Gruppe Berluc - war, dass ihre Wurzeln in der DDR liegen. Denn schon in der Lautstärke unterschieden sich die Rocker gravierend - leider ein Grund für einige Besucher, vorfristig zu gehen. Platz war für die gemeinsame Veranstaltung vom Kulturbetrieb der Stadt Mittweida und des Landkreises jedenfalls für wesentlich mehr Gäste.
Der zuerst auftretende Tino Eisbrenner verstand es, begleitet von einem Akustik-Trio, die Zuhörer an seinen Lippen kleben zu lassen. Er gab sich mal als Träumer, dann als Suchender, als Liebender und oftmals mit leicht erhobenem Zeigefinger. Mit Mittweida habe ihn bislang nicht viel verbunden. Er erinnerte sich nur an einen Auftritt im Jahr 1986, damals noch mit seiner Gruppe Jessica. Genau diese Lieder waren bei vielen Gästen noch bekannt, Höhepunkt natürlich "Ich beobachte dich", begleitet von schnipsenden Fingern fast aller im Saal. Von der Bühne ließ man den 45-jährigen Eisbrenner nur ungern gehen. Wie im Rausch bauten sich seine Zugaben mit etlichen zum Teil in Deutsche übersetzten Hits von Bruce Springsteen bis Police auf, mitgesungen von den spontan ins Leben gerufenen " Fichte-Chören".
Berluc kam gleich mit dem größten Hit "Hallo Erde hier ist Alpha" auf die Bühne - nicht gestürmt sondern selbstironisch als humpelnde Rockerrentner. Verlernt hat die Gruppe nichts. Harter und direkter Rock wurde mit viel Pathos präsentiert, so als wäre man mitten in den 1980er Jahren. Die anfängliche Skepsis in den hinteren Reihen legte sich schnell, mitsingen konnte man auch hier genug bei Titeln wie "Die Erde lebt", "Segelnd mit dem Wind" oder "No Bomb". Am Ende freuten sich auch die zum Teil von weit her angereisten Fans über die Bänke vor der Bühne.

11.10.2008