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2008 |
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Feier ins Erwachsenendasein |
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| 05.05.2008 |
Freie Presse |
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Mit der Jugendweihe hat am Samstag in der Mittweidaer Sporthalle am
Schwanenteich für 88 Jugendliche ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Falk
Bernhard |
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| 88 Schülerinnen und Schüler erhielten am Wochenende
in Mittweida ihre Jugendweihe |
| Von Steffi Parton |
| Mittweida. Sie sind keine Kinder mehr, aber auch noch
nicht volljährig. Dennoch wurden sie am Sonnabend feierlich in den Kreis
der Erwachsenen aufgenommen: 88 Schülerinnen und Schüler der Mittweidaer
Johann-Gottlieb- Fichte-Mittelschule, des Städtischen Gymnasiums, der
Mittelschule in Claußnitz, der Burgstädter Diesterweg-Mittelschule und
der Mittelschule Auerswalde feierten am Wochenende ihre Jugendweihe in
der Sporthalle am Schwanenteich in Mittweida. |
| "Warum sind eigentlich alle so verrückt danach,
Jugendweihe zu haben?", fragte die Moderatorin der Festveranstaltung,
Laura Bartl. Die Antwort blieb ihr Co-Moderator Erik Bartl nicht
schuldig: Weil man dann endlich 14 Jahre alt ist. Denn: "Mit 14 hat man
die erste Liebe schon längst vergessen. Mit 14 ist man schon wieder
Nichtraucher. Mit 14 hat man endlich die Eltern erzogen", lieferte er
als Erklärung das Gedicht "Mit 14" von Cornelia Molle noch nach. |
| Veranstaltet wurde die Jugendweihefeier vom Sächsischen
Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe. Unterstützung gab es dabei von
Julia Bonk (Die Linke), Abgeordnete des Sächsischen Landtages. "Der
lange und schwierige Weg zu euch selbst ist vielleicht der, den ihr
heute antretet. Ich wünsche euch viel Kraft und Ausdauer dabei", wandte
sich die Festrednerin Bonk an die Jungen und Mädchen. Es lohne sich, mit
einem interessierten Blick, einem offenen Herzen und einem Lächeln durch
die Welt zu gehen, sagte die junge Politikerin. "So viel Schönes
begegnet einem, so viele Aufgaben, die man freudig bejahend oder
zögerlich annehmen kann." |
| Doch wurden die Jugendlichen nicht nur mit
Glückwünschen, Blumen und guten Ratschlägen in ihren neuen
Lebensabschnitt geschickt, sondern auch mit viel Musik und Tanz. So
sorgten die Solisten der Yamaha-Musikschule Chemnitz mit Liedern wie "Fame",
"Reach" und "Sagte mal ein großer Dichter" für Unterhaltung. Um das
Tänzerische kümmerten sich drei Paare der Tanzschule Köhler und
Schimmel. Sie ließen es sich am Ende auch nicht nehmen, "Time of my
Life" aus dem Film Dirty Dancing nachzutanzen, inklusive der Hebefigur.
Trotz kleiner Hilfestellungen sorgte diese für jede Menge Applaus in der
Halle. |
| Nach etwas mehr als einer Stunde war das offizielle
Festprogramm vorbei und die Mädchen und Jungen wurden in ihr Dasein als
Erwachsene entlassen. Was das für alle heißt, fasste einer der Schüler
stellvertretend für alle zusammen: "Wir möchten die Verantwortung für
unser Leben nun Schritt für Schritt selbst in die Hand nehmen." Dennoch
seien sie auch weiterhin auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen, betonte
er. |
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| Umgehört |
Philipp Luderer, Fichteschule Mittweida: "Man kommt
langsam an das Erwachsensein heran, und die Schule geht ja nun auch bald
zu Ende. Die Entscheidung, die Jugendweihe zu feiern, habe ich
getroffen.
Mutter Simone Luderer, Mittweida: "Die Feier hat mir gut gefallen. Man
denkt als Mutter natürlich schon zurück, wie schnell die Zeit vergeht.
Eigentlich viel zu schnell. Wir haben unseren Sohn doch erst in die
Schule geschickt und jetzt ist er schon bald wieder fertig damit." |
Lucie Kanton, Fichteschule Mittweida: "Für mich
bedeutet die Jugendweihe, dass ich im Leben ein Stück weiter vorankomme
und Erfahrungen sammeln kann. Die Initiative dafür kam aber von meinen
Eltern."
Mutter Beate Kanton, Mittweida: "Man denkt an so einem Tag schon viel
zurück, wie wir selbst einmal waren. Und natürlich auch an die eigene
Jugendweihe. Wie heißt es so schön? Ich blicke mit einem lachenden, aber
auch mit einem weinenden Auge in die Zukunft." |
| Anne-Marie Glaser, Mittelschule Auerswalde: "Ich war am
Anfang sehr nervös, bin dann aber am Ende ruhiger geworden. Ich fand die
Veranstaltung sehr schön. Eine Jugendweihe gehört einfach dazu. Es gibt
ja sonst noch die Konfirmation. Diese ist aber nichts für mich, weil ich
nicht religiös bin. Jedenfalls heißt das Ganze für mich nun auch, dass
ich mich in der Schule mehr anstrengen muss und weniger frech zu meinen
Eltern sein werde." (STPA) |