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2008 |
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Der Unterricht am Montag muss pünktlich beginnen |
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Schulen der Region geben keinen
Europameisterschafts-Bonus |
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Von Mirko
Weigelt |
Mittweida. Das Finale der Fußball-Europameisterschaft
in Wien wird bei den Fans morgen für eine lange Nacht sorgen. Sollte
Deutschland den Titel holen, werden die Feiern bis in die frühen
Morgenstunden dauern. Während die meisten Betriebe der Region am Montag
auf
einen pünktlichen Arbeitsbeginn pochen, hat das sächsische
Kultusministerium am Donnerstag auf Anfrage der "Freien Presse"
bestätigt, dass Schulleiter in Ausnahmefällen den Unterrichtsbeginn am
Montag um zwei Stunden nach hinten verschieben können. Der ausgefallene
Unterricht müsse aber nachgeholt werden. |
| Matthias Möbius, Schulleiter der Mittweidaer
Fichteschule, zeigte sich verwundert. "Ich kann nur reagieren, wenn es
ein gültiges Dokument vom Kultusministerium gibt. Und das liegt nicht
vor. So beginnt bei uns der Unterricht wie an jedem Montag", meinte er.
Ähnlich äußerte sich Frank Tippmann, Schulleiter der
Maxim-Gorki-Mittelschule in Hainichen. "Über einen späteren
Unterrichtsstart kann man erst diskutieren, wenn eine Anweisung aus
Dresden vorliegt", meinte er. |
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Karin
Irmscher von der Erich-Kästner-Grundschule Penig meinte im Gespräch mit
"Freie Presse": "Dass dies möglich sein soll, höre ich zum ersten Mal.
Wir tragen dem Finaltag damit Rechnung, dass am Montag in keiner Klasse
eine Arbeit geschrieben wird. Aber starten werden wir pünktlich." Auch
Martina Eisermann, Schulleiterin der Adolf- Diesterweg-Grundschule in
Geringswalde wird den Unterrichtsbeginn nicht nach hinten verlegen.
"Jeder Schüler muss selbst wissen, wann er ins Bett gehen muss, um
morgens ausgeruht für den Unterricht zu sein", erklärte sie. |
| Die Schüler hingegen sehen das alles nicht so
tragisch. Bernd Kluger aus Mittweida: "Ich verstehe die Diskussion
nicht. Die Mehrzahl der Spiele hat doch 20.45 Uhr begonnen und ich habe
sie alle gesehen, ohne in der Schule nachzulassen", sagte er. Auch Bernd
Leutert aus Lunzenau sieht in einer Stundenverlegung keinen Sinn. "Ich
wäre nur dafür, wenn man die nicht nachholen müsste." Und Claudia
Rehfeld aus Frankenberg meint: "Ich gehe ohnehin erst 22.30 Uhr
schlafen. Und am Morgen bin ich immer fit. Die EM wird in dieser Sache
zu sehr hochgekocht." |