J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2008
Technische Berufe auf der Hitliste ganz oben
 
17.03.2008 Freie Presse
 
Interesse für Woche der offenen Unternehmen ist in Mittelsachsen gestiegen: Fast 1000 Schüler waren auf Achse
Von Thomas Reibetanz
Freiberg/Mittweida. Fast 1000 Schüler sind in den Kreisen Freiberg und Mittweida zur Woche der offenen Unternehmen auf Achse gewesen. Damit stößt die am Samstag zu Ende gegangene Aktion bei jungen Leuten auf wachsendes Interesse. Technische Berufe standen besonders in der Gunst. Die Spitzenreiter auf der Hitliste der beliebtesten Berufe waren Maschinenbau- und Elektroberufe, Solartechnik, Hotelgewerbe und alle kaufmännischen Berufe, informierte Projektkoordinator Bernd Ziegner vom Netzwerk Sachsen.
Im Kreis Freiberg schauten sich in etwa 35 offenen Unternehmen insgesamt 382 Jugendliche um. 2007 waren es nur 159. "In Mittweida hatten wir im vergangenen Jahr 354Schülerinnen und Schüler, die die Aktion zum Schnuppern in den Betrieben nutzten, in diesem Jahr waren es 590", so Ziegner. Die Werbung für die Aktion in der Presse habe einen zusätzlichen Schub gegeben.
In der Volksbank Mittweida ließ sich Markus Pietsch aus der 9.Klasse der Gottfried- Fichte-Mittelschule herumführen. "Es war sehr interessant und ich denke, der Beruf als Bankkaufmann wäre etwas für mich", meinte er. Ein wenig überrascht war er über das mangelnde Interesse seiner Mitschüler an der Projektwoche. "Ich habe mit vielen darüber geredet und wir haben uns auch im Internet erkundigt, aber am Ende hatten viele kein Interesse mehr", wunderte er sich.
Nicht alle Schüler hatten wie Markus Lust, sich nach der  Schule oder gar am Wochenende Vorträge anzuhören oder Führungen mitzumachen. "Die Schüler bekommen nicht extra frei, diese Aktion läuft in der Zeit nach der  Schule", bestätigte auch das Sekretariat des Städtischen Gymnasiums Mittweida.
Im Freiberger Landratsamt schaute sich Peter Keller um. "Ich bin erstmals bei der Woche der offenen Unternehmen auf Tour. Mich interessiert besonders die Verwaltung und ich habe mich im Landratsamt und bei der Sparkasse umgesehen", so der 14-Jährige. Er wisse nun, dass seine schulischen Leistungen top sein müssten, um eine Chance zu haben. Seine Mutter begleitete ihn. "Ich wollte mir selbst einen Überblick verschaffen. Schließlich ist mir nicht egal, welchen Weg mein Sohn nach der  Schule einschlagen wird", sagte Carmen Keller. Sie finde es gut, wenn sich Schüler ein Bild über Berufe machen können und hoffe, dass ihr Sohn nun mit konkreteren Vorstellungen in die Berufswahl geht.
In den Kreisen Freiberg und Mittweida hatten sich mehr als 90Betriebe und Einrichtungen an der sachsenweiten Woche der offenen Unternehmen beteiligt. Ziel der jährlichen Aktion ist es, Jugendlichen, die vor der Berufsentscheidung stehen, eine praxisbezogene Information über die regionale Wirtschaft zu ermöglichen.
Im Kreis Döbeln beteiligte sich kein Betrieb an der Aktion, hier wird es vom 21. bis 24.April eine Berufsorientierungswoche geben.

06.05.2008