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2009 |
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Aufschreiben der eigenen Gedanken sorgt für mehr Toleranz |
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| Verein "Bewegende Bilder" stellt die Abschlussarbeit
des Projektes "Farbkreis" vor - Heft mit Schüler-Texten soll
Unterrichtsmittel werden |
| Von Thomas Reibetanz |
Mittweida. Schüler lernen von Schülern - unter diesem
Motto hat der Verein "Bewegende Bilder" gestern Nachmittag die
Abschlussarbeit des Projektes "Farbkreis" vorgestellt. Lehrer aus
verschiedenen Schulen des Umlandes informierten sich über das Heft
"Fremd- und Selbstbegegnungen", das Texte von Schülern der Mittelschulen
Mittweida und Frankenberg sowie des Gymnasiums Burgstädt beinhaltet.
"Es geht dabei um Arbeiten, die gemeinsam mit verschiedenen Künstlern
und Schriftstellern entstanden sind", erläuterte Robert Schmidt vom
Verein. "Im Vordergrund steht das Thema Diskriminierung und der Umgang
miteinander im täglichen Leben."
Auf 64 Seiten haben die Schüler zahlreiche Texte zusammengestellt, die
sie in den vergangenen Wochen in Schreibwerkstätten zu Papier brachten.
Ob als Gedicht, als Brief, als einfache Darstellung einer Meinung oder
als kurzer Dreizeiler - aus jedem Wort kann man herauslesen, dass sich
die jungen Menschen Gedanken über Themen wie Rassismus oder Gewalt an
der Schule machten. |
"Genau darum ging es uns auch", freute sich
Robert Schmidt über das Ergebnis, das den Pädagogen aus anderen Schulen
gestern präsentiert wurde. "Jetzt soll dieses Heft auch anderen Schülern
zeigen, was man erreichen kann, wenn man sich mit einem Thema intensiver
auseinandersetzt." Als Unterrichtsmaterial bietet der Verein das Heft
"Fremd- und Selbstbegegnungen" jetzt an. Im Deutschunterricht könne über
den Ausdruck, in Ethik über den Inhalt der Texte diskutiert werden,
regte Schmidt an. Wichtig war den Initiatoren auch, "dass die Texte
kontroverse Inhalte haben", so Schmidt. "Eine Plattform für rassistische
Sprüche haben wir keinesfalls geboten, aber auch Schüler mit solchen
Ansichten sind zu Wort gekommen."
Simone Starke, stellvertretende Schulleiterin an der Johann-Gottlieb-
Fichte-Mittelschule, kann die Arbeit mit derartigen Projekten empfehlen.
"Bei den Schülern hat ein Umdenken eingesetzt", freute sie sich. "Es ist
mehr Toleranz füreinander zu spüren." |
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