J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung
Pressespiegel
2009
Jugendliche heute "genial sozial" im Einsatz
 
09.06.2009 Freie Presse
   
Viele Schulen der Region beteiligen sich am Aktionstag und spenden Arbeitslohn für Projekte - Nur in Einzelfällen finden Jugendliche keinen Job
Sächsische Schüler sind heute aufgerufen, am Aktionstag "Genial sozial" für einen guten Zweck arbeiten zu gehen. Auch Schüler aus der Region beteiligen sich. Manche blieben bei der Suche nach Minijobs für einen Tag allerdings erfolglos.
Von Katrin Reimann
Mittweida/Rochlitz. Fast schon verzweifelt meldeten sich in der vergangenen Woche in der "Freie Presse"-Redaktion mehrere Schüler, die gern bei der Aktion "Genial sozial" mitmachen wollten, jedoch noch keine Arbeit gefunden hatten. "Bei uns beteiligen sich knapp
150 Schüler an der freiwilligen Aktion. Die Unternehmen der Region haben etliche Minijobs für die Jugendlichen angeboten", freut sich dagegen Viola Mirtschin, Lehrerin der Fichte-Mittelschule Mittweida, dass heute viele ihrer Schüler für einen guten Zweck freiwillig arbeiten gehen. Der Lohn wird vom Arbeitgeber direkt auf ein Spendenkonto eingezahlt. Mirtschin rechnet schon im Vorfeld mit mehr als 2200 Euro.
Bei der Suche nach einer Beschäftigung für einen Tag hat die Pädagogin den Schülern geholfen. Dass jemand absolut gar keine Gelegenheit zum Arbeiten gefunden haben will, lässt die Lehrerin stutzig werden. "Sicher können in einem Laden nicht gleich fünf Jugendliche auf einmal arbeiten, aber mir waren genügend freie Stellen bekannt", wundert sich Mirtschin. Vielleicht, so mutmaßt die Pädagogin, seien einige Schüler einfach zu spät auf die Suche gegangen. Trotzdem können alle Schüler, die etwas Gutes tun möchten, heute an dem Aktionstag teilnehmen, betont Mirtschin. So organisiere man in Mittweida einen Verkaufsbasar, und Schüler können sich an einer Aufräumaktion in der Fichte-Mittelschule beteiligen, teilte die Pädagogin mit. So wird wohl auch der zwölfjährige Fabian von der Fichte-Mittelschule heute den Besen in der Schule schwingen. Eigentlich hätte der Fünftklässler lieber in einem Geschäft gearbeitet, aber er fand keinen Job.
Geeignete Arbeiten für die zum Teil sehr jungen Schüler anzubieten, sei nicht einfach, stellte im vergangenen Jahr auch Apothekerin Uta Siling aus Mittweida fest. Trotzdem, so ihre Meinung, müsse man eine Aufgabe für die Jugendlichen finden, denn die Idee sei toll. Das sehen offenbar viele Arbeitgeber ähnlich und unterstützen die jungen Leute in ihrem Arbeitseifer. Das bestätigt auch Ilona Mai, stellvertretende Schulleiterin vom Johann-Mathesius-Gymnasium in Rochlitz: "Alle Schüler von der siebten bis zur elften Klasse beteiligen sich an der Aktion. Von Schwierigkeiten bei der Jobfindung hat kein Schüler gesprochen", erklärte Mai.
www.genialsozial.de
 

15.09.2009