|
|||||
| Pressespiegel |
| 2009 | ||||
| Zwei Schulen bieten Platz für die "Neuen" | ||||
|
||||
| Milkau/Rochlitz/Mittweida. Wenn Sachsens Schüler Ende Juni in die Sommerferien gehen, wird in der staatlichen Bildungsstätte in Milkau das Licht für immer ausgemacht. Zwar hatte die Gemeinde gegen die vom Kultusministerium verfügte Schließung geklagt, aber den Gerichtsprozess verloren. Jetzt gehen Lehrer und Elternvertreter den Wechsel der Schüler an andere Einrichtungen mit Pragmatismus an. | ||||
|
52 Jugendliche in drei Klassen müssen wechseln |
||||
|
Betroffen
vom Umzug sind drei Klassen der 8. und 9. Stufe im Realschulgang mit
insgesamt 52 Schülern. "Natürlich ist das bitter, dass die Mädchen und
Jungen so kurz vor ihrem Abschluss wechseln müssen", verdeutlicht
Schulleiterin Heidrun Salomon die Situation. "Erklärtes Ziel ist somit
auf jeden Fall, die Klassenverbände weitestgehend zu erhalten, um den
Schülern den Einstieg in ihre neuen Bildungsstätten etwas leichter zu
machen." Die Mittweidaer Johann-Gottlieb- Fichte-Schule und die Mittel schule "An der Mulde" in Rochlitz wollen dazu beitragen, die "Neuen" mit ihrem ab Herbst ungewohnten Umfeld vertraut zu machen. So sind bereits am vergangenen Sonnabend in der Rochlitzer Schule und am kommenden Sonnabend in Mittweida Sonderveranstaltungen für Milkauer Schüler und Eltern angesetzt, auf die sich beide Lehreinrichtungen intensiv vorbereitet haben. Platz für die "Neuen" ist in beiden Schulen ausreichend vorhanden. "Kapazitätsprobleme sehe ich nicht. Wir sind durchaus in der Lage, zwei komplette Klassen bei uns aufzunehmen", konstatiert Wolfgang Knorr, Schulleiter der Mittel schule "An der Mulde". Das Lehrpersonal müsse aufgestockt werden, und da sei das Schulamt gefragt. Man wolle der Entscheidung der Eltern nicht vorgreifen, habe bei dem ersten Treffen am Wochenende jedoch signalisiert, dass man gerüstet sei. "Wir sind nach bereits erfolgtem Umzug kompletter Klassen unter anderem aus Wechselburg und Wittgensdorf in unsere Schule auf die Problematik eingestellt", so Knorr. |
||||
| Entscheidungsträger in der Bildungsagentur | ||||
|
Die Übernahme kompletter Klassen aus Milkau wäre auch für Matthias Möbius der Idealzustand. Der Schulleiter der Mittweidaer Johann-Gottlieb- Fichte-Mittel schule schätzt ein, dass die derzeitigen Klassenverbände an seiner Einrichtung ohnehin zu stark seien, um die Milkauer dort zu integrieren. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch die Klassenlehrer mit zu uns kommen und ihre Schüler bis zum Abschluss führen", regt Möbius an. "Doch an der Stelle haben natürlich die Entscheidungsträger der Sächsischen Bildungsagentur ein Wörtchen mitzureden." Wie die jüngste Vergangenheit zeige, habe das Schulamt bei Schulwechsel durch Schließung großzügig reagiert und Klassen erhalten, die nicht der vorgeschriebenen Stärke entsprächen, deren Schüler aber kurz vor dem Abschluss stünden. |
||||
| "Noch keine Anfrage zur Aufnahme ganzer Klassen" | ||||
| Die Harthaer Mittel schule, die in den vergangenen Jahren auf Grund auch dort sinkender Schülerzahlen Mädchen und Jungen vorwiegend aus Geringswalde aufgenommen hatte, sieht sich offenbar außer Stande, zumindest in der Klassenstufe 8 einzelne Schüler aufzunehmen, weil die Bildungsstätte keine 8. Klasse hat. "Wenn, dann müsste eine komplette Klasse wechseln, aber dazu hat es bislang keine Anfragen gegeben", sagte Schulleiter Peter Silbermann. |
|
|
22.02.2009