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| Pressespiegel |
| 2009 | ||||
| Warnstreik Teil 2: In den Schulen bleibt es still | ||||
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| Lehrer bekräftigen in Dresden lautstark ihre Lohnforderung - Vorprüfungen der Abiturienten nicht gefährdet | ||||
| Von Jan Leißner | ||||
| Rochlitz/Mittweida. Der Warnstreik der Lehrer hat
gestern erneut für verwaiste Klassenzimmer in der Region gesorgt. Statt
zu unterrichten protestierte das Gros der Pädagogen bei einer Kundgebung
in Dresden gegen die festgefahrenen Tarifverhandlungen. Von einer
"grandiosen Stimmung" berichtete auch eine Rochlitzer Lehrerin. Für
viele Kollegen spiele nicht allein die Lohnforderung die entscheidende
Rolle, meinte sie. "Es geht auch darum, dass man immer mehr Aufgaben
erhält, ohne die entsprechende Anerkennung." Die eigentliche Arbeit am
Schüler umfasse in ihrem Fall nur noch ein Drittel des gesamten
Arbeitsumfangs. Unterdessen blieben gestern alle 290 Schüler der Rochlitzer Mittelschule dem Schulhaus an der Mulde fern. "Wir haben zwar einen Notdienst eingerichtet, doch die meisten der 27 Lehrer des Stammpersonals sind nach Dresden gefahren", so Schulleiter Wolfgang Knorr. Die Vorbereitung des heutigen Tags der offenen Tür seien davon aber nicht betroffen. Das versicherte auch der Leiter des Rochlitzer Gymnasiums, an dem heute ebenfalls Schüler und Eltern zu einer ähnlichen Veranstaltung erwartet werden. Nachdem zuvor die Eltern über den Lehrerausstand informiert worden waren, fanden sich an der Mittelschule "Maxim Gorki" in Hainichen laut Schulleiter Frank Dittmann nur 2 der rund 380 Schüler ein. Im Gymnasium Mittweida sah es nicht anders aus. Nur die Zwölftklässler und das Aufsichtpersonal waren anwesend, um die Vorprüfung für das Abitur zu schreiben. Der Rest der rund 640 Schüler blieb zuhause. Nur eine Handvoll Lehrer und etwa 15 von 370 Schülern waren in der Fichte-Mittelschule anwesend. "Wir haben keine negativen Reaktionen wegen des Streiks von Eltern erhalten", erklärt der Schulleiter Matthias Möbius. Mehr Kinder waren in den Grundschulen erwartet worden. So beschäftigten sich in der Kästner-Grundschule in Penig 36 von rund 180 Mädchen und Jungen einmal mit Dingen, die nicht im Stundenplan stehen. "Das hat den Kindern Spaß gemacht und negative Reaktionen der Eltern haben wir nicht erhalten", so Schulleiterin Karin Irmscher. In nichtstaatlichen Schulen, wie der evangelischen Mittelschule Lunzenau verlief gestern der Unterrichtstag planmäßig. Streik ist am auch Peniger Gymnasium kein Thema, obwohl laut Schulleiter Armin Frei die finanzielle Ausstattung der Schule im Vergleich zu staatlichen Einrichtungen "nicht so üppig" sei und die Lehrkräfte nur in Anlehnung an den Tarif bezahlt würden. "Unser Arbeitgeber ist der Trägerverein. Es wäre schizophren, wenn wir gegen ihn streiken würden." Trotzdem hält er die Forderungen der Kollegen für nachvollziehbar. "Es geht nicht nur ums Geld, sondern auch um die Arbeitsbedingungen", so Frei. Indirekt könnte das Freie Gymnasium sogar Nutznießer einer Lohnsteigerung an staatlichen Schulen sein, wenn sie höhere Zuschüsse des Freistaats bringen würde. (mit LAGR) |
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01.03.2009