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Mittweida.
Fünf Mittweidaer, die sich mit ihrem Engagement um das Wohl der Stadt
verdient gemacht haben, sind zum Neujahrsempfang ausgezeichnet worden.
Der älteste von ihnen, der 90-jährige Johannes Liegert, erhielt die
speziell angefertigte Ehrengabe aus den Händen von Oberbürgermeister
Matthias Damm (CDU) für seine ehrenamtliche Tätigkeit als
Stadthistoriker. So arbeitete er unter anderem alte Handschriften und
Unterlagen aus dem Archiv der Fichte schule für die 100-Jahrfeier der
Bildungseinrichtung auf.
Ebenfalls der Historie widmet sich der am Freitagabend mit dem
Porzellan-Pokal ausgezeichnete Wolfgang Fiedler. Er hatte die Fäden in
der Hand für die Festschrift, die vergangenes Jahr anlässlich des 100.
Jubiläums des Schulgebäudes am Schwanenteich erschien.
Der Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft ist der Grund für die
Ehrung von Matthias Liebert. Er ist viele Stunden in der Woche mit dem
Fahrzeug des Mittweidaer Vereins Netz-Werk unterwegs, um von Spendern
Lebensmittel für die Tafel zu sammeln und zum Ausgabeort zu bringen.
Jürgen Bonim, seit 1969 Mitglied und heute stellvertretender
Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Frankenau, erhielt die
Auszeichnung für sein Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit. Seit
seinem 22. Lebensjahr trainiert er die jüngsten Mitglieder des Vereins.
Mit handwerklichem Geschick kümmert er sich zudem um die Technik.
Horst Krumbiegel wurde gewürdigt, weil der begeisterte
Dalmatiner-Züchter Mittweida mit seinen seit 1991 ausgerichteten
Landeszuchtschauen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht
hat. Die jährlichen Treffen, zu denen Züchter aus ganz Deutschland und
Europa kommen, haben Mittweida zu einer Hochburg der Dalmatiner-Freunde
werden lassen.
Die Ehrengabe an verdienstvolle Bürger ist eine Tradition, die auf die
Stunde Null des Neujahrsempfangs in Mittweida zurückgeht: Seit dem
ersten Empfang 2002 werden die Auszeichnungen jedes Jahr vergeben. Dazu
sind Bürger, Institutionen, Vereine und Organisationen im Vorfeld
aufgerufen, Menschen vorzuschlagen, die die Ehrung wegen ihres
selbstlosen Einsatzes für Bürger und Stadt verdienen. Im Stadtrat werden
die Vorschläge beraten, die Personen ausgewählt und per Beschluss
bestätigt. |