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Forderungen der Wendezeit im Museumsgarten zu sehen Kunstkurs der Mittweidaer Fichtemittelschule gestaltet Plakate Von Falk Bernhardt Mittweida. Von Forderungen wie Presse- und Reisefreiheit und "Die
Mauer muss weg" bis hin zum Satz "Wir sind ein Volk" reichten
die Losungen, die DDR-Bürger vor 20 Jahren mutig auf Plakate schrieben und zu
Demonstrationen trugen. In Erinnerung an die Wendezeit hat der Kunstkurs der
Johann-Gottlieb-Fichte Mittelschule Mittweida unter Leitung von Helga Bünning
nun historisch verbürgte Losungen und Sprüche erneut auf Tafeln geschrieben.
Die sind im Garten des Museums "Alte Pfarrhäuser" in Mittweida zu
sehen. Museumsleiter Heiko Weber freut sich über diese sinnvolle Belebung des
Museumsgartens. "So ist es doch durchaus möglich, dass die Eltern der
Schüler 1989 ähnliche Transparente auf den Montagsdemos getragen und damit
zur friedlichen Revolution beigetragen haben." Normalerweise endet der Geschichtsunterricht an der Mittelschule schon in der neunten Klassen - thematisch geht der Lehrplan nur bis zum Zweiten Weltkrieg. In der zehnten Klasse gibt es Wahlkurse. Derzeit sind die Schüler des Geschichtskurses gerade beim Bau der Mauer. Der Name Egon Krenz sagt den Schülern (noch) nichts, auch nicht Jenny, die auf ihr Plakat "Großmutter, warum hast du so große Zähne" geschrieben hat. Damals jedoch drückte diese Frage den Unmut über den ungeliebten Honecker-Nachfolger aus. "Zuhause ist die Wendezeit bei uns kein Thema", berichtet Jan. Ihm fallen zum Thema das Lied "Wind of Change" der Scorpions und die Bilder aus der Prager Botschaft ein. |
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09.12.2009