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OB verspricht zum Neujahrsempfang: Auch 2010 gilt in Mittweida
"Besser Mitt-einander"
Von Falk Bernhardt
Mittweida. Das Wort Glück mit all seinen Facetten hat die Rede von
Mittweidas Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) zum Neujahrsempfang
am Freitagabend in der Halle "Am Schwanenteich" bestimmt. Mittweida
sei im Jahr 2009 zwar nicht "Hans im Glück" gewesen, Damm sprach
jedoch von einem guten Jahr für Mittweida mit den Schwerpunkten Tag
der Sachsen und der 800-Jahr-Feier, die alle Monate geprägt habe.
Knapp 500 Gäste waren trotz der widrigen Witterungsverhältnisse zum
Empfang gekommen. "Es gab kurz zuvor nur rund 50 Absagen, die
Resonanz ist wirklich gut und zeigt die Verbundenheit zu unserer
Stadt", freute sich Damm. Während draußen im Schneegestöber sogar
einige Fußballer trainierten, bot die Halle drinnen zwei Neuerungen:
Die Bühne war erstmals an der
Foyer-Seite aufgebaut, für die Musik sorgte erstmals das Swing- und
Brass-Orchester Ottendorf. Für das Buffet zeichnete erneut die
Fichte- Schule verantwortlich; der Erlös aus dem Verkauf der
Getränke war diesmal für den Orgel-Verein bestimmt.
Etliche Stände mit Modellen und Zeichnungen verdeutlichten die
Erfolge des vergangenen und die Vorhaben des neuen Jahrs. Dabei
steht mit der Sanierung des Städtischen Gymnasiums das mit 4,7
Millionen Euro größte Vorhaben noch auf wackeligen Füßen. Trotz
vorhandener Eigenmittel der Stadt wurden bisher noch keine
Fördermittel bewilligt. Damm sieht Mittweida hier als "Opfer des
Konjunkturpaketes". Durch die Erhöhung und damit Angleichung der
Fördersätze der Fachförderprogramme auf 80 Prozent wie im
Konjunkturpaket II sei nicht mehr genügend Geld für Mittweidas
Vorhaben übrig, so der OB. Zudem musste Damm eingestehen, dass es
derzeit für die Sanierung des Stadions noch keine Lösung gibt.
Das zweite große Vorhaben, die Sanierung des Freibades, laufe
hingegen nach Plan. Die Abrissarbeiten sind auch schon erfolgt,
derzeit wird ein Bauablaufplan für das
4,5-Millionen-Euro-Projekt erarbeitet. Ziel bleibt die Eröffnung in
der Saison 2011. Mit dem Baubeginn in der Hainichener Straße rechnet
Damm im zweiten Quartal, dann müssten sich die Autofahrer für die
nächsten 17 Monate auf erhebliche Einschränkungen einstellen,
verbunden mit einer Umleitung über die Burgstädter Straße.
Weitere wichtige Vorhaben sind die Sanierung der Kindereinrichtungen
"Elsa Brändström", "Sonnenschein" und Lutherstraße sowie der Neubau
in Lauenhain. Für die Fertigstellung der Feierhalle in Frankenau
kommen 100.000 Euro aus der Stadtkasse. Ende August rechnet Damm mit
der Fertigstellung des Sattlerschen Hauses, der größten Baumaßnahme
der vergangen Jahre im Sanierungsgebiet. Ein Jubiläum wird groß
begangen: der 100. Todestag von Bildhauer Johannes Schilling am 21.
März.
Trotz rückläufiger Finanzausstattung will Mittweida alle Aufgaben
meistern. Damm verwies dabei auf den enormen Schuldenabbau von neun
auf nur noch eine Million Euro an Kreditverpflichtungen. "Ab dem
Jahr 2011 werden die Städte und Gemeinden die Auswirkungen der
Finanzkrise noch deutlicher spüren, weil dann die
Schlüsselzuweisungen stark rückläufig sein werden", warnte das
Stadtoberhaupt. Auch Mittweida sei leider keine Insel, dann müsse
wirklich alles auf den Prüfstand. "Wir werden Lösungen im Sinne
unserer Bürger treffen", versprach Damm und verlängerte die
Gültigkeit des zum Tag der Sachsen verkündeten Mottos: "Besser
Mitt-einander".
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