J.- G.- Fichte- Schule Mittweida
Mittelschule mit Ganztagsbetreuung

Pressespiegel

2010

Damm sieht Gymnasium als Opfer des Konjunkturpakets

11.01.2010

Freie Presse

 

 

OB verspricht zum Neujahrsempfang: Auch 2010 gilt in Mittweida "Besser Mitt-einander"

Von Falk Bernhardt


Mittweida. Das Wort Glück mit all seinen Facetten hat die Rede von Mittweidas Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) zum Neujahrsempfang am Freitagabend in der Halle "Am Schwanenteich" bestimmt. Mittweida sei im Jahr 2009 zwar nicht "Hans im Glück" gewesen, Damm sprach jedoch von einem guten Jahr für Mittweida mit den Schwerpunkten Tag der Sachsen und der 800-Jahr-Feier, die alle Monate geprägt habe.
Knapp 500 Gäste waren trotz der widrigen Witterungsverhältnisse zum Empfang gekommen. "Es gab kurz zuvor nur rund 50 Absagen, die Resonanz ist wirklich gut und zeigt die Verbundenheit zu unserer Stadt", freute sich Damm. Während draußen im Schneegestöber sogar einige Fußballer trainierten, bot die Halle drinnen zwei Neuerungen: Die Bühne war erstmals an der
Foyer-Seite aufgebaut, für die Musik sorgte erstmals das Swing- und Brass-Orchester Ottendorf. Für das Buffet zeichnete erneut die Fichte- Schule verantwortlich; der Erlös aus dem Verkauf der Getränke war diesmal für den Orgel-Verein bestimmt.
Etliche Stände mit Modellen und Zeichnungen verdeutlichten die Erfolge des vergangenen und die Vorhaben des neuen Jahrs. Dabei steht mit der Sanierung des Städtischen Gymnasiums das mit 4,7 Millionen Euro größte Vorhaben noch auf wackeligen Füßen. Trotz vorhandener Eigenmittel der Stadt wurden bisher noch keine Fördermittel bewilligt. Damm sieht Mittweida hier als "Opfer des Konjunkturpaketes". Durch die Erhöhung und damit Angleichung der Fördersätze der Fachförderprogramme auf 80 Prozent wie im Konjunkturpaket II sei nicht mehr genügend Geld für Mittweidas Vorhaben übrig, so der OB. Zudem musste Damm eingestehen, dass es derzeit für die Sanierung des Stadions noch keine Lösung gibt.
Das zweite große Vorhaben, die Sanierung des Freibades, laufe hingegen nach Plan. Die Abrissarbeiten sind auch schon erfolgt, derzeit wird ein Bauablaufplan für das
4,5-Millionen-Euro-Projekt erarbeitet. Ziel bleibt die Eröffnung in der Saison 2011. Mit dem Baubeginn in der Hainichener Straße rechnet Damm im zweiten Quartal, dann müssten sich die Autofahrer für die nächsten 17 Monate auf erhebliche Einschränkungen einstellen, verbunden mit einer Umleitung über die Burgstädter Straße.
Weitere wichtige Vorhaben sind die Sanierung der Kindereinrichtungen "Elsa Brändström", "Sonnenschein" und Lutherstraße sowie der Neubau in Lauenhain. Für die Fertigstellung der Feierhalle in Frankenau kommen 100.000 Euro aus der Stadtkasse. Ende August rechnet Damm mit der Fertigstellung des Sattlerschen Hauses, der größten Baumaßnahme der vergangen Jahre im Sanierungsgebiet. Ein Jubiläum wird groß begangen: der 100. Todestag von Bildhauer Johannes Schilling am 21. März.
Trotz rückläufiger Finanzausstattung will Mittweida alle Aufgaben meistern. Damm verwies dabei auf den enormen Schuldenabbau von neun auf nur noch eine Million Euro an Kreditverpflichtungen. "Ab dem Jahr 2011 werden die Städte und Gemeinden die Auswirkungen der Finanzkrise noch deutlicher spüren, weil dann die Schlüsselzuweisungen stark rückläufig sein werden", warnte das Stadtoberhaupt. Auch Mittweida sei leider keine Insel, dann müsse wirklich alles auf den Prüfstand. "Wir werden Lösungen im Sinne unserer Bürger treffen", versprach Damm und verlängerte die Gültigkeit des zum Tag der Sachsen verkündeten Mottos: "Besser Mitt-einander".
 

 

 



09.08.2010